Nach AfD-Sieg: Mike Müller provoziert mit Nazi-Aussage

Mit einem einzigen Satz sorgt Mike Müller für mächtig Wirbel: Nach dem AfD-Wahlsieg bezeichnet der Schweizer Komiker knapp eine Million Wähler als «Nazis».

Das Wichtigste in Kürze
- Mike Müller sorgt mit seinem «knappe Million Nazis»-Spruch über AfD-Wähler für Wirbel.
- Sein Kommentar bekommt Zustimmung, aber auch heftige Kritik.
- Auslöser ist der historische Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt mit 43,8 Prozent.
Der Wahlsieg der AfD in Sachsen-Anhalt sorgt auch in der Schweiz für Wirbel.
TV-Komiker Mike Müller konnte sich einen bissigen Kommentar nicht verkneifen – und löste damit prompt eine Kontroverse aus.
Auf X schrieb Müller: «Was ich nicht so verstehe, warum der Kanzler eines achtzig Mio.-Landes wegen einer knappen Million Nazis in einem gescheiterten Gliedstaat zurücktreten soll.»
Eine klare Ansage – doch vor allem Müllers Bezeichnung der AfD-Wähler als «Nazis» sorgt für Diskussionen.

Bei einigen Usern kam der Spruch gut an. Sogar Mitte-Präsident Gerhard Pfister teilte Müllers Beitrag.
Andere gingen mit dem Komiker hingegen hart ins Gericht.
Ein Nutzer warf ihm vor, Menschen pauschal als Nazis abzustempeln, nur weil sie anders gewählt hätten.

Ein weiterer warnte, der inflationäre Gebrauch des Begriffs «Nazi» könne die Erinnerung an die Verbrechen des Nationalsozialismus relativieren.
Auslöser ist ein AfD-Erdrutschsieg
Müllers provokanter Kommentar bezieht sich auf das historische Wahlergebnis der AfD in Sachsen-Anhalt. Die Partei von Spitzenkandidat Ulrich Siegmund holte laut vorläufigem Ergebnis 43,8 Prozent – mehr als doppelt so viel wie 2021.
Die CDU von Ministerpräsident Sven Schulze stürzte dagegen auf 17,2 Prozent ab.
Damit steht Deutschland vor einer heiklen Situation: Die AfD ist stärkste Kraft, hat aber keine absolute Mehrheit.
Erstmals seit Ende des Zweiten Weltkriegs könnte damit eine als gesichert rechtsextremistisch eingestufte Partei in einem deutschen Bundesland an die Regierung gelangen.
Sofern sie einen Partner findet.





