Stadt Zürich

Zürich: Vom Stein zum Plakat – Programm im Landesmuseum

Schweizerisches Nationalmuseum
Schweizerisches Nationalmuseum

Zürich,

Das Landesmuseum in Zürich erzählt die Geschichte des Plakats und lädt zu Ausstellungen und Führungen – etwa an der Langen Nacht der Museen am 5. September.

Zürich
Der Platzspitz und das Landesmuseum im Kreis 1 in Zürich (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

Ausstellungen, Führungen und Blogartikel aus dem Landesmuseum Bild (Ausschnitt): Archaeopteryx bavarica, Paläontologisches Museum, München. Luidger / Wikimedia. CC BY-SA 3.0 Plakat: Davos, Schweiz.

Eines der wirksamsten Werbemittel im öffentlichen Raum ist das Plakat. Seine lange Tradition hat es einem berühmten Stein zu verdanken.

Wer nicht kommuniziert, bleibt unsichtbar. Tourismus oder Konsum setzten hierzulande schon früh auf das Plakat als Kommunikationsmittel. Es schuf Aufmerksamkeit und weckte Reise- und Kauflust.

Voraussetzung für diese frühe Plakattradition ist die im 19. Jahrhundert entstehende Lithografie, auch Steindruck genannt. Texte und Bilder werden seitenverkehrt auf eine Steinplatte gezeichnet und in einem chemischen Verfahren auf Papier übertragen. Das Verfahren ermöglicht kostengünstige Drucke und etabliert das Plakat als ideale Form für die Verbreitung von Werbung.

Der ursprünglich im bayerischen Solnhofen und Umgebung abgebaute Kalkstein eignet sich hervorragend als Lithografiestein. Die Steinplatten lassen sich leicht spalten und die Oberfläche ist glatt und gleichmässig, was eine präzise Zeichnung ermöglicht. Die Gesteinsablagerungen sind nicht nur bei Lithografen bekannt, sondern auch bei Paläontologen als eine der bedeutendsten Fossillagerstätten der Welt.

Viele Tier- und Pflanzenarten sind dort versteinert entdeckt worden, so auch der «Urvogel» Archaeopteryx, dessen Skelett Ende des 19. Jahrhunderts im Stein gefunden wurde. Der intensive Abbau der Steinvorkommen für Dach- und Bauplatten und später für Lithografiestein brachte diese wissenschaftlichen Funde zutage.

Mehr zu visueller Kommunikation, wie sie entsteht, wer sie gestaltet und wie sie unseren Alltag prägt, in der Ausstellung «Grafik. Visuelle Gestaltung im Alltag».

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