Zürich: Roboter hilft bei riskanten Zwillingsschwangerschaften

Forschende der ETH Zürich haben ein magnetisch steuerbares Fetoskop entwickelt. Es ist vier Mal präziser als starre Instrumente und wurde am Schaf erprobt.

In der Schweiz kommen jährlich rund 2400 Kinder als Zwillinge zur Welt. Bei Föten, die sich eine Plazenta teilen, kann ein Ungleichgewicht des Blutkreislaufes für beide lebensgefährlich werden. Dieses fetofetale Transfusionssyndrom trifft in der Schweiz 20 bis 30 Frauen pro Jahr.
Die nötige Operation ist hochkomplex und mit den heute verwendeten starren Fetoskopen kann es sehr schwierig sein, alle betroffenen Blutgefässe zu erreichen. Forschende der ETH Zürich haben deshalb ein flexibles, magnetisch steuerbares Fetoskop entwickelt: Es erreicht auch schwer zugängliche Gefässe problemlos und ist mehr als vier Mal präziser als die herkömmlichen Instrumente. Dem ETH-Team gelang es nun erstmals, die zentralen Schritte des Eingriffs ausserhalb des Labors an einem trächtigen Schaf nachzubilden.
Künftig könnte diese Technologie auch bei Magen- und Blasenspiegelungen helfen.





