Stadt Zürich

    Zürich: 1,25 Millionen Franken für Libanon und Ukraine

    Stadtpolizei Zürich
    Stadtpolizei Zürich

    Zürich,

    Die Stadt Zürich unterstützt fünf humanitäre Projekte im Libanon und in der Ukraine. 850'000 Franken gehen in den Libanon, 400'000 in die Region Charkiw.

    Zürich
    Die Busstation beim Stadtspital Zürich Waid (Symbolbild) - Nau.ch / Miriam Danielsson

    Vor dem Hintergrund der Krisen im Libanon und in der Ukraine hat der Stadtrat beschlossen, fünf humanitäre Projekte mit insgesamt 1,25 Millionen Franken zu unterstützen. Die Projekte kommen Menschen zugute, die von Krieg, Vertreibung und Armut betroffen sind.

    Im Rahmen der humanitären Hilfe hat der Stadtrat Beiträge an fünf Projekte in zwei Krisengebieten beschlossen. Die Gesamthöhe beträgt 1,25 Millionen Franken.

    Libanon: Unterstützung für krisenbetroffene Menschen

    Der Libanon sieht sich seit Jahren mit multiplen Krisen konfrontiert: Politische Instabilität, eine schwere Wirtschaftskrise mit dreistelliger Inflation sowie die Eskalation des Nahost-Konflikts haben die Lebensbedingungen der Bevölkerung massiv verschlechtert. Gemessen an Bevölkerungszahl und Fläche zählt der Libanon zu den Ländern mit dem weltweit höchsten Anteil an geflüchteten Menschen. Seit den erneuten aufflammenden Konflikten zwischen der Hisbollah und Israel ab März 2026 wurden über eine Million Menschen vertrieben.

    Knapp jede vierte Person im Libanon ist von akuter Ernährungsunsicherheit betroffen und weit mehr sind auf humanitäre Hilfe angewiesen.

    Angesichts dieser Krise unterstützt die Stadt Zürich vor Ort drei Projekte in der Bereitstellung lebensnotwendiger Güter und Dienstleistungen mit insgesamt 850'000 Franken. Davon gehen je 300'000 Franken an Swisscontact und das Hilfswerk der Evangelischreformierten Kirchen Schweiz (HEKS) sowie 250'000 Franken an die Hilfsorganisation Ena.

    Ukraine: Unterstützung für kriegsbetroffene Menschen

    Der Krieg Russlands gegen die Ukraine geht in sein fünftes Jahr. 2026 sind schätzungsweise 10,8 Millionen Menschen auf humanitäre Hilfe angewiesen, darunter 3,7 Millionen Binnenvertriebene. Die Zerstörung der Energie- und Gesundheitsinfrastruktur sowie steigende Preise für Lebensmittel und Brennmaterial verschärfen die Notlage zusätzlich.

    Besonders betroffen ist die Region Charkiw, die rund 30 Kilometer von der russischen Grenze entfernt liegt und regelmässig Ziel von Angriffen ist. Rund 463'000 Binnenvertriebene leben dort unter prekären Bedingungen – insbesondere ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen, alleinerziehende Mütter und Familien mit Kleinkindern. Der Konflikt verursacht zudem einen Anstieg geschlechtsspezifischer Gewalt.

    Angesichts dieser akuten Krise unterstützt die Stadt Zürich zwei Projekte in der Region Charkiw mit insgesamt 400'000 Franken: 200'000 Franken gehen an Libereco, um die Grundversorgung vulnerabler Bevölkerungsgruppen sicherzustellen, und 200'000 Franken an Solidar Suisse zu verbessertem Zugang zu Schutzangeboten für Frauen, Kinder und weitere schutzbedürftige Menschen.

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