Stadt Zürich

Kunsthaus Zürich mit Besucherrekord 2025

Kunsthaus Zürich
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Über 539’500 Eintritte: Das Kunsthaus Zürich verzeichnet 2025 eine Rekordzahl. Trotz grossem Erfolg bleibt die finanzielle Lage angespannt.

Kunsthaus
Das Kunsthaus der Stadt Zürich. in der Stadt Zürich. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie das Kunsthaus Zürich mitteilt, verzeichnete mit über 539'500 Besuchern das Kunsthaus Zürich 2025 die zweithöchste Besucherzahl seiner Geschichte und bleibt damit das meistbesuchte Kunstmuseum der Schweiz. Die anhaltend hohe Nachfrage unterstreicht die breite gesellschaftliche Verankerung des Hauses und seine Bedeutung als Ort der kulturellen Teilhabe und Auseinandersetzung.

Das grosse Interesse spiegelt sich auch in den einzelnen Ausstellungen: Die Präsentation von Marina Abramović erreichte nahezu 120'000 Besucher und war damit die erfolgreichste Ausstellung der letzten zwölf Jahre. Auch die Sammlung blieb ein zentraler Anziehungspunkt mit rund 247'800 Eintritten.

Erstmals wurden im frei zugänglichen Foyer und Garten des Chipperfield-Baus Auftragsarbeiten realisiert.

In der von Privatpersonen und Stiftungen finanzierten Reihe «Kunst für alle» wurde die Installation «boshullichi/inlʋchi – we will continue to change» des amerikanischen Künstlers Jeffrey Gibson zum Publikumsliebling, während im Garten die monumentale Skulptur «Zardoz» – mit Klettergerüst und Rutschbahn – der Wahlzürcher Künstlerin Monster Chetwynd den Garten in einen Ort für Familien, Schulklassen, Jugendliche und Passantinnen und Passanten transformierte. Die Rutschbahn wurde seit der Eröffnung im Herbst über 75'000 Mal kostenlos genutzt.

Förderstiftung stärkt Zukunft und Bildungsauftrag

Ein wichtiges Signal für die zukünftige Entwicklung setzte zudem die unter dem Namen «PerArte Stiftung» erfolgte Gründung einer Förderstiftung durch Marianne und Martin Haefner, die künftig durch finanzielle Unterstützung eine zentrale Rolle bei der Realisation bedeutender Ausstellungen mit internationaler Strahlkraft am Kunsthaus Zürich spielen wird.

Das Programm des Kunsthauses verband somit 2025 künstlerische Qualität mit gesellschaftlicher Relevanz und eröffnete Perspektiven über Generationen und kulturelle Kontexte hinweg. Die Kunstvermittlung führte ein junges Publikum an Kunst heran: 516 Führungen und Workshops wurden von 10'463 Kindern und Jugendlichen aus Stadt und Kanton Zürich besucht und leisten damit einen wichtigen Beitrag zum öffentlichen Bildungsauftrag.

Verlust geringer dank Sondereffekt

Die Jahresrechnung 2025 schliesst mit einem Verlust von 1,43 Millionen Franken (Vorjahr: 1,53 Millionen Franken) und fällt besser aus als budgetiert.

Der Betriebserfolg konnte zwar deutlich verbessert werden, dies ist jedoch wesentlich auf einen einmaligen Effekt zurückzuführen: den Verkauf eines Kunstwerks im Rahmen einer einvernehmlichen Lösung mit den Erbinnen und Erben des Sammlers Carl Sachs. Der Erlösanteil des Kunsthauses wurde gemäss den Richtlinien des International Council of Museums (ICOM) dem Sammlungsfonds zugeführt.

Als Institution, die historisch aus dem Zusammenspiel von öffentlichem Engagement und privater Initiative hervorgegangen ist, verfolgt das Kunsthaus weiterhin eine breit abgestützte Finanzierung. Entsprechend leisten auch 2025 die eigenwirtschaftlichen Erträge einen wichtigen Beitrag zur Finanzierung des Kunsthauses.

Stabile Erträge, finanzielle Lage bleibt angespannt

Insgesamt zeigen die eigenwirtschaftlichen Erträge eine stabile Entwicklung und entsprechen dem langfristigen Finanzierungsplan. Der Eigenfinanzierungsgrad des Kunsthauses bleibt damit im Branchenvergleich auf einem hohen Niveau – sowohl national als auch international.

Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt die finanzielle Lage anspruchsvoll. Der Betrieb des erweiterten Kunsthauses ist mit dauerhaft erhöhten Anforderungen verbunden, insbesondere in den Bereichen Personal, Sicherheit und Infrastruktur.

Wie das Kunsthaus bereits seit einiger Zeit aufzeigt, lassen sich diese strukturellen Kosten auch bei hoher Eigenleistung nicht vollständig durch eigene Einnahmen decken. Eine angemessene öffentliche Finanzierung bleibt daher zentral, um den Betrieb langfristig zu sichern.

Mehr Subventionen bewilligt

Im Oktober 2024 hat die Zürcher Kunstgesellschaft bei der Stadt Zürich einen Antrag auf Erhöhung der Subventionen gestellt, um die strukturell gestiegenen Betriebskosten des erweiterten Kunsthauses langfristig abzusichern.

Über diesen Antrag hat der Gemeinderat im Frühjahr 2026 beraten und ihm mit deutlicher Mehrheit zugestimmt. Eine Volksabstimmung über die zukünftige Finanzierung des Kunsthauses wird voraussichtlich im Herbst 2026 stattfinden.

Das Kunsthaus Zürich hält an seinem Ziel fest, die finanzielle Situation schrittweise zu stabilisieren und bis Ende 2027 eine ausgeglichene Rechnung zu erreichen. Die im vergangenen Jahr eingeleiteten Massnahmen zur finanziellen Stabilisierung zeigen erste Wirkung. Der Betrieb konnte effizienter organisiert und der Verlust im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden.

Die Generalversammlung findet am 8. Juni 2026 statt. Im Anschluss daran wird der vollständige Jahresbericht auch öffentlich zugänglich gemacht.

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