Mit Messerattacke hoffte ein 29-Jähriger auf seine Ausschaffung

Der Beschuldigte Australier hat am Dienstag vor dem Bezirksgericht Zürich zugegeben, dass er 2025 in einem Outdoor-Geschäft einen Mann mit einem Messer attackierte. Ein Gutachten attestierte ihm eine schwere paranoide Schizophrenie.

Der 29-Jährige Beschuldigte ist bereits seit seinem 20. Lebensjahr obdachlos. Einen Beruf lernte er keinen. In der Schweiz versuchte er ausgeschafft zu werden, denn er wollte zurück nach Australien.
Um dies zu erreichen, griff er an einem Nachmittag im Februar 2025 in einem Outdoorgeschäft nach einem Messer und stach es einem Kunden, der sich mit seiner Familie in dem Geschäft befand, in den Rücken. Dieser zirka 6 Zentimeter tiefe Messerstich war zwar nicht lebensgefährlich. Tödliche Verletzungen waren aber auch nicht ausgeschlossen.
«Ich wollte ihn verletzen, aber nicht töten», sagte der Beschuldigte. «Ist der Ort ungefährlich?», fragte der Richter und hob ein Foto des Messerstichs direkt neben der Wirbelsäule in die Höhe. «Das weiss ich nicht», antwortete der Beschuldigte.
Aufgrund eines Gutachtens, das ihm eine schwere paranoide Schizophrenie attestiert, gilt der Beschuldigte als nicht selbstverschuldet schuldunfähig. Der Staatsanwalt beantragte die Anordnung einer stationären Massnahme und ein Landesverweis von 10 Jahren.
Der Verteidiger anerkannte die Anordnungen. Sein Mandant höre seit seinem 20. Lebensjahr Stimmen, habe Denkstörungen und Wahnerleben.






