Winterthur

    Winterthur: Immobilien für drei Milliarden werden zentral gesteuert

    Stadt Winterthur
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    Der Stadtrat von Winterthur organisiert das Immobilienmanagement neu. Die Umsetzung des sogenannten «Hybridmodells» soll im Verlauf des Jahres 2029 beginnen.

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    Ein Velofahrer vor dem Stadthaus Winterthur (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

    Der Stadtrat hat beschlossen, das Immobilienmanagement der Stadt Winterthur weiterzuentwickeln. Künftig soll die Eigentümervertretung für einen Grossteil des städtischen Immobilienportfolios im Bereich Immobilien zentralisiert werden. Gleichzeitig bleiben die Eigenwirtschaftsbetriebe aufgrund ihrer besonderen finanztechnischen Anforderungen dezentral organisiert.

    Auf diese Weise schafft der Stadtrat die Voraussetzungen für eine professionellere Steuerung des städtischen Immobilienportfolios. Die Stadt Winterthur besitzt Immobilien im Wert von rund drei Milliarden Franken. Diese Immobilien sind eine wichtige Grundlage für die vielfältigen öffentlichen Aufgaben der Stadt.

    Heute wird das Immobilienportfolio dezentral durch verschiedene Bereiche innerhalb der sieben Departemente bewirtschaftet. Der Stadtrat will nun das Immobilienmanagement neu organisieren. Damit soll die Stadt ihr Immobilienportfolio künftig professioneller steuern und besser auf die heutigen Anforderungen reagieren können.

    Zentrale gesamtstädtische Steuerung

    Eine umfassende Überprüfung des aktuellen Immobilienmanagement-Modells hat gezeigt: Die historisch gewachsenen Strukturen gehen mit unterschiedlichen Organisationsformen, Rollenverständnissen und Prozessen einher. Eine übergeordnete Steuerung fehlt. Künftig sollen deshalb die Eigentümeraufgaben für einen Grossteil des städtischen Immobilienportfolios im Bereich Immobilien gebündelt werden.

    Die Entscheidungsgrundlagen werden vereinheitlicht und die Fachkompetenzen zusammengeführt. Damit kann die Stadt den Raumbedarf besser koordinieren und Investitionen gezielter planen und priorisieren. Auch die steigenden Anforderungen, zum Beispiel in den Bereichen Klimaschutz, Nachhaltigkeit und Digitalisierung, lassen sich so ganzheitlich angehen.

    Gleichzeitig werden die spezifischen finanztechnischen Anforderungen der Eigenwirtschaftsbetriebe berücksichtigt. Sie bleiben dezentral organisiert. Mit diesem «Hybridmodell» schafft die Stadt die Voraussetzungen für eine professionellere Steuerung des städtischen Immobilienportfolios.

    Umsetzung erfolgt schrittweise

    Mit dem Entscheid legt der Stadtrat die strategische Richtung fest. Als Nächstes folgt unter der Projektleitung des Bereichs Immobilien die Feinkonzeption. Diese umfasst unter anderem die künftige Organisationsstruktur sowie die Verteilung der Aufgaben und Kompetenzen.

    Zudem erarbeitet das Projektteam eine gesamtstädtische Immobilienstrategie, nimmt die Portfoliosegmentierung vor und baut eine einheitliche Immobiliendatenbasis auf. Während die betroffenen Departemente und Bereiche bereits in der Analysephase beteiligt waren, fliessen ihre Erfahrungen und Anliegen auch in die weitere Ausarbeitung ein.

    Die eigentliche Umsetzung erfolgt schrittweise und soll nach aktueller Planung im Verlauf des Jahres 2029 beginnen. Vor der flächendeckenden Einführung wird das neue Modell pilotiert und evaluiert. Über die definitive Aufbauorganisation und den langfristigen Ressourcenbedarf wird der Stadtrat innerhalb der Feinkonzeption entscheiden.

    Organisation des Betriebs wird separat überprüft

    Der Entscheid zur neuen Ausgestaltung der Eigentümervertretung ist kein Entscheid über die künftige Organisation des Betriebs. Die Eigentümervertretung und der Betrieb einer Immobilie hängen zwar eng zusammen. Für die Betreiberrolle ergeben sich jedoch andere Fragestellungen.

    Deshalb werden diese in einem separaten Projekt vertieft geprüft und damit die Entscheidungsgrundlagen für weitere Schritte geschaffen.

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