VPOD ruft Warnstreik bei Stadtbus Winterthur aus

Stadtbus Winterthur bedauert die Ankündigung des VPOD-Warnstreiks am 3. März 2026. Gespräche wurden angeboten, doch die Gewerkschaft lehnt sie ab.

Wie die Stadt Winterthur mitteilt, nimmt Stadtbus die von der Gewerkschaft VPOD geäusserte Unzufriedenheit mit Bedauern zur Kenntnis. Seit der Kündigung des Gesamtarbeitsvertrags (GAV) im August 2025 sind die Gespräche zunehmend schwierig geworden.
Stadtbus konnte trotzdem verschiedene Anliegen der Gewerkschaft erfüllen und für einige Forderungen Lösungen in Aussicht stellen. Den Dienstplan 2026 hatte der VPOD für gut befunden.
Umso mehr ist Stadtbus überrascht, dass der VPOD nun einen Warnstreik für Dienstagmorgen, 3. März 2026, bis 8.30 Uhr beschlossen hat. Stadtbus hält diesen Schritt für nicht gerechtfertigt.
VPOD lehnt Gespräche mit Stadt ab
Noch am vergangenen Freitag haben Stadtrat Stefan Fritschi und die Geschäftsleitung von Stadtbus dem VPOD neue, kurzfristige Gesprächstermine angeboten. Der VPOD hat das Gesprächsangebot abgelehnt und verlangte, dass vor Gesprächen die Forderungen des VPOD erfüllt werden.
Da für Forderungen im Zusammenhang mit finanziellen Entschädigungen der Mitarbeitenden der Stadtrat oder sogar das Stadtparlament zuständig sind, sind diese Forderungen nicht zielführend.
Gesamtarbeitsvertrag als wichtiger Rahmen
Im August 2025 hatte eine Mehrheit der Vertragsparteien, unter anderem der VPOD, den GAV per Ende 2025 gekündigt. Der Stadtrat hatte dieser Kündigung nicht zugestimmt. Aus Sicht von Stadtbus war der GAV ein wichtiges Hilfsmittel, das beispielsweise Regelungen zur Arbeits- und Ferienzeit oder einen so genannten Scharnierlohn festlegte.
Dieser durchschnittliche Lohn lag bei einem Vollzeitpensum bei 80'600 Franken. Stadtbus hält diesen auch 2026 ein. Es ist ein im Branchenvergleich und im innerstädtischen Vergleich wettbewerbsfähiger Lohn.
Die Gewährung weiterer Zulagen würde das Fahrpersonal von Stadtbus gegenüber anderen städtischen Angestellten besserstellen. Das ist nicht zulässig.
Auswirkungen auf den Fahrbetrieb
Die genauen Auswirkungen des angekündigten Warnstreiks auf den Fahrbetrieb sind derzeit nicht abschätzbar. Über Einschränkungen informiert Stadtbus in den Apps der Online-Fahrpläne sowie auf den Bildschirmen in den Fahrzeugen und an den Haltestellen. Für allfällige Unannehmlichkeiten entschuldigt sich Stadtbus.





