Winterthur

Hohe Nachfrage: Stadt weitet Netz an E-Ladestationen aus

Stadt Winterthur
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Das Winterthurer Pilotprojekt «eCity Charge» war ein Erfolg. Die getesteten E-Ladestationen in den Wohnquartieren gehen ab November in den Regelbetrieb.

E-Auto Schweiz Zug
E-Auto an einer Ladestation. (Symbolbild) - dpa/dpa/picture-alliance

Wie die Stadt Winterthur informiert, zieht sie eine positive Bilanz aus dem Pilotprojekt «eCity Charge – Ladestationen im Quartier». Der Zugang zu öffentlicher Ladeinfrastruktur in Wohnquartieren entspricht einem steigenden Bedürfnis.

Die Nutzung der im Pilotbetrieb getesteten Ladestationen in den Quartieren Neuwiesen, Endliker und Im Lee ist kontinuierlich gestiegen. Ab November 2026 werden sie in den Regelbetrieb überführt.

Während eineinhalb Jahren hat die Stadt Winterthur E-Ladestationen für die Quartierbevölkerung auf öffentlichem Grund getestet – an der Ackeretstrasse 17, an der Bullingerstrasse 2 und an der Nordstrasse 4. Der Stadtrat hat den Schlussbericht zum Pilotprojekt «eCity Charge – Ladestationen im Quartier» zur Kenntnis genommen und die schrittweise Weiterführung der öffentlich zugänglichen Ladeinfrastruktur für E-Autos beschlossen.

Hohe Nachfrage und breite Akzeptanz

Die Ergebnisse des Pilotprojekts zeigen deutlich: E-Ladestationen im Quartier werden gut genutzt und breit akzeptiert. Die Nachfrage hat sich innerhalb eines Jahres mehr als verdreifacht. Die Mehrheit der befragten Anwohnenden unterstützt den Ausbau der Elektromobilität sowie von Ladeinfrastruktur im öffentlichen Raum.

Mit dem Angebot an Ladeinfrastruktur wird der Umstieg auf Elektromobilität erleichtert. Vereinzelte Anwohnende sind bereits während der Testphase auf ein Elektroauto umgestiegen und ein grosser Teil der Befragten zieht beim nächsten Fahrzeugkauf ein Elektroauto in Betracht.

Die im Vorfeld geäusserte Befürchtung, dass die Ladestationen zu Mehrverkehr führen, liess sich nicht erhärten. Kritisch äussern sich einige Anwohnende vor allem wegen des Wegfalls einzelner Parkplätze in der Blauen Zone.

Wichtiger Beitrag zum Klimaziel

Die Stadt verfolgt das Klimaziel «netto null Treibhausgasemissionen bis 2040». Die Elektrifizierung der Mobilität ist neben einer deutlichen Reduktion und Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs ein zentraler Hebel der städtischen Klimapolitik.

Denn der motorisierte Individualverkehr verursacht rund 55 Prozent der direkten CO₂-Emissionen. Der Zugang zu Ladeinfrastruktur in Wohnquartieren ist dabei ein entscheidender Baustein.

Insbesondere für Mieter ohne privaten Parkplatz sind fehlende Lademöglichkeiten im Wohnquartier eine wesentliche Hürde für den Umstieg auf E-Mobilität.

Potenzial öffentlicher Ladeinfrastruktur analysieren

Die Stadt bereitet die nächsten Schritte für eine wirtschaftlich tragbare öffentliche Ladeinfrastruktur vor. Auslastung, Quartierstruktur, Nachfrage nach Parkplätzen, Wirtschaftlichkeit und der Absatz von Elektrofahrzeugen bilden die Grundlage für die Weiterentwicklung. Besonders geeignete Quartiere sollen prioritär erschlossen werden.

Zudem wird geprüft, wie neue Standorte gezielt mit E-Carsharing-Angeboten kombiniert werden können. Damit kann die kombinierte Mobilität gestärkt und der Flächenbedarf des motorisierten Individualverkehrs reduziert werden.

Schrittweiser Ausbau der Ladeinfrastruktur geplant

Das Departement Bau und Mobilität wird bis Mitte 2027 eine umfassende Strategie Ladeinfrastruktur inklusive Umsetzungskonzept für die Skalierung von «eCity Charge» erarbeiten.

Darin werden die Anzahl und die Standorte von öffentlich zugänglichen Ladestationen in Winterthurer Quartieren sowie die Kombination mit Sharing-Angeboten analysiert und definiert. Ziel ist es, den Ausbau langfristig zu koordinieren und Planungssicherheit für alle Beteiligten zu schaffen.

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