Günstiger Gashandel beschert Stadtwerk hohen Gewinn

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Winterthur Stadt,

Dank vorteilhafter Energiebeschaffung und witterungsbedingt hohem Absatz erzielt Stadtwerk Winterthur einen Gesamtumsatz von 293,1 Millionen Franken.

Der Fluss Töss in Winterthur.
Der Fluss Töss in Winterthur. - Nau.ch / Simone Imhof

Stadtwerk Winterthur schliesst das Geschäftsjahr 2025 mit einem Betriebsgewinn ab, berichtet die Stadt Winterthur. Der Gesamtumsatz beträgt 293,1 Millionen Franken, der Betriebsgewinn 36,4 Millionen Franken, nach Abzug der finanziellen Vergütung an die Stadt Winterthur im Umfang von 10 Millionen Franken. Das positive Ergebnis ist massgeblich durch die Witterung und eine günstige Energiebeschaffung im Gashandel beeinflusst.

Das Geschäftsjahr 2025 entwickelte sich für Stadtwerk Winterthur positiv. Kühle Temperaturen zu Beginn und zu Ende des Jahres führten zu einem hohen Gas- und Wärmeabsatz. Gleichzeitig konnte Stadtwerk Winterthur Gas zu guten Konditionen auf dem Energiemarkt einkaufen. Die Aufwertung einer Beteiligung in erneuerbare Energieproduktionen wirkte sich für 2025 zusätzlich positiv aus.

Intensive Umsetzungsarbeit des neuen Stromgesetzes

Die Schweizer Stimmbevölkerung hatte im Jahr 2024 eine neue Stromgesetzgebung angenommen, den sogenannten Mantelerlass. Die Umsetzung der neuen Bestimmungen prägten das Jahr 2025 und werden auch das laufende Jahr noch beanspruchen.

Der Mantelerlass sieht den Ausbau der erneuerbaren Energien vor und die Stärkung der Versorgungssicherheit. Diesen Zielsetzungen entsprechen in Winterthur die beiden im letzten Jahr abgeschlossenen Langfristverträge zum Bezug von hochalpinem Solarstrom aus den Grossanlagen Sedrun Solar und Sidenplangg sowie die Bildung von lokalen Elektrizitätsgemeinschaften (LEG).

Ausserdem soll in Winterthur ein saisonal abhängiges Rückspeisevergütungsmodell für Produzierende von Solarstrom der Optimierung des Solarstromkonsums dienen. Dies wird je länger je wichtiger werden, da der Zubau an PV-Anlagen in Winterthur und dadurch die Solarstromproduktion laufend zunimmt. Diese 2025 beschlossene und auf Anfang 2026 gültige Neuerung ist schweizweit eine der ersten Lösungen dieser Art.

Intensiver Infrastrukturausbau

Der Rückzug der Gasversorgung und der Ausbau der Wärmenetze schritten planmässig voran. Grosse Investitionen stehen bei der Kehrichtverwertungsanlage für deren Erneuerung an. Die Winterthurer Stimmbevölkerung hatte zu diesem Zweck im Jahr 2024 einen Kredit von 293 Millionen Franken gesprochen. Inzwischen wurde 2025 ein weiterer Meilenstein erreicht: Das Baubewilligungsgesuch wurde eingereicht.

In der Abwasserreinigungsanlage sind ebenfalls eine umfassende Erneuerung und der Ausbau der Anlage geplant. Die hierfür notwendigen Investitionen von 276 Millionen Franken werden der Winterthurer Stimmbevölkerung am 14. Juni zur Annahme unterbreitet. Die Vorlage dazu hat der Stadtrat 2025 ans Winterthurer Parlament überwiesen.

Der Ausstieg aus den fossilen Energien Öl, Gas, Benzin und Diesel zugunsten von erneuerbaren Energieträgern in der Wärmeversorgung und Mobilität sowie die Stadtentwicklung (Bevölkerungswachstum und Verdichtung) führen zu einem höheren Stromverbrauch und einer höheren Netzbelastung.

Netzausbau stärkt Versorgungssicherheit

Die Unterwerke Tössfeld und Grüze wurden deshalb im Jahr 2025 verstärkt. Der Umbau der Energieversorgung ist ein Schwerpunkt der städtischen Energie- und Klimapolitik und trägt dazu bei, das Ziel Netto-Null CO2-Ausstoss bis 2040 zu erreichen.

Details zu den einzelnen Geschäftsfeldern sind im aktuellen Geschäftsbericht von Stadtwerk Winterthur zu finden.

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