Wetzikon: Vier neue Legionellose-Fälle seit Ende Juni

In Wetzikon ZH wurden seit Ende Juni vier neue Legionellose-Fälle registriert. Die Stadt mahnt zu Vorsorgemassnahmen, die Abklärungen laufen weiter.

Die Stadt Wetzikon erinnert daran, die Vorsorgemassnahmen bezüglich Legionellen weiterhin zu beachten. Die Abklärungen zur Häufung der Legionellosefälle auf dem Stadtgebiet werden von den kantonalen Fachstellen fortgesetzt. Wetzikon unterstützt diese Bemühungen.
Seit Ende Juni wurden in Wetzikon vier neue Fälle von Legionellose registriert. In den Sommermonaten werden erfahrungsgemäss vermehrt Legionellose-Fälle beobachtet. Zudem können längere Nutzungspausen von Wasserleitungen, etwa während der Ferien, die Vermehrung von Legionellen begünstigen.
Die Stadt Wetzikon erinnert deshalb in diesen Tagen ihre Bevölkerung via Social Media an die wichtigsten Vorsorgemassnahmen zum Schutz vor Legionellen. Für den fachgerechten Betrieb und Unterhalt der Hausinstallationen, insbesondere der Warmwasser-Boiler, tragen Liegenschaftsbesitzende und -verwaltungen eine besondere Verantwortung. Aktuell prüft die Stadt Wetzikon deshalb, wie diese Zielgruppe wirksam sensibilisiert werden kann.
Abklärungen werden fortgesetzt
Die involvierten Fachstellen setzen die umfangreichen Abklärungen zur Ursache der Häufung fort. Im Zentrum steht weiterhin die Frage, wo sich die erkrankten Personen angesteckt haben. In allen Fällen wird das Duschwasser zuhause beprobt, zudem werden Patientinnen und Patienten jeweils zu ihren Aufenthaltsorten vor der Erkrankung befragt.
So können weitere mögliche Infektionsquellen eruiert und in der Folge beprobt werden.
Kontrolliert wurden darüber hinaus Alters- und Pflegeheime in Wetzikon, das GZO Spital und weitere öffentliche Einrichtungen mit Duschen, darunter etwa das Freibad Wetzikon. Auch die ARA Wetzikon und die ARA Hinwil, verschiedene Kühlanlagen sowie Autowaschanlagen wurden beprobt. Bei diesen Beprobungen konnten bisher keine Legionellen nachgewiesen werden, die in Zusammenhang mit den Erkrankungen stehen.
Auch das Trinkwassersystem in Wetzikon wird auf Legionellen untersucht. Dazu wurden Proben von ausgewählten Hydranten und Laufbrunnen genommen. Es zeigten sich keine Auffälligkeiten.
Wichtig ist zu betonen, dass das Trinkwasser von Wetzikon sicher ist und durch das Trinken von Wasser keine Ansteckung erfolgt. Legionellen können jedoch aus der Umwelt in das Trinkwassersystem gelangen und sich unter günstigen Bedingungen in Hausinstallationen vermehren, insbesondere bei Wassertemperaturen zwischen 25 °C und 45 °Csowie bei längerem Wasserstillstand. Bisher zeigten sich einzelne Übereinstimmungen zwischen Duschwasserproben und Patientenproben.
Ob eine oder mehrere gemeinsame Infektionsquellen vorliegen, ist nach wie vor offen. Deshalb ist es weiterhin wichtig, die Vorsorgemassnahmen zu beachten.
Rolle Stadt Wetzikon
Federführend bei den Abklärungen sind die kantonalen Behörden: das Kantonale Labor und der kantonsärztliche Dienst. Sie werden dabei von externen Fachinstituten unterstützt. Die Stadt Wetzikon arbeitet eng mit den Fachstellen zusammen und stellt, wo nötig, weitere Informationen zu möglichen Infektionsquellen zur Verfügung.
Die Stadt Wetzikon wird ihre Bevölkerung in Absprache mit den kantonalen Fachstellen wieder informieren, sobald es neue Erkenntnisse gibt.









