Uster ZH: Untere Farb – Stadtrat verzichtet vorerst auf Runden Tisch

Der Stadtrat von Uster ZH will zuerst die fachlichen Grundlagen zur denkmalgeschützten Unteren Farb klären. Eine Wohnnutzung gilt derzeit als sinnvolle Option.

Der Stadtrat Uster hat sich an seiner Sitzung vom 27. Oktober 2026 mit dem weiteren Vorgehen zur künftigen Nutzung der Liegenschaft Untere Farb befasst. Er ist zum Schluss gekommen, dass vor einem Entscheid über das weitere Verfahren zunächst die noch ausstehenden fachlichen Grundlagen vorliegen müssen. Deshalb verzichtet der Stadtrat zum jetzigen Zeitpunkt auf die Durchführung eines partizipativen Verfahrens.
Die Untere Farb ist eine denkmalgeschützte Liegenschaft von hoher ortsbildprägender und historischer Bedeutung. Ursprünglich war vorgesehen, nach einem Umbau das Stadtarchiv in die Untere Farb zu verlegen. Eine Mehrheit der Ustermer Stimmbevölkerung hat den dafür notwendigen Projektierungskredit im März 2024 aber abgelehnt. Inzwischen haben das Stadtarchiv und die Paul-Kläui-Bibliothek in der ehemaligen Käserei Roth in Oberuster eine neue Bleibe gefunden.
Wohnnutzung im bestehenden Rahmen sinnvolle Option
Der Stadtrat hat sich an seiner Sitzung vom 27. Oktober 2026 mit der künftigen Nutzung der Unteren Farb befasst. Ziel ist es weiterhin, die Liegenschaft einer sinnvollen und tragfähigen Nutzung zuzuführen. Aus heutiger Sicht wird dabei eine Wohnnutzung im bestehenden Rahmen als sinnvolle Option erachtet.
«Zurzeit wird eine ergänzende und vertiefte Bestandsanalyse erarbeitet, da ein erheblicher Sanierungs- und Sicherungsbedarf besteht. Parallel dazu legt die kantonale Denkmalpflege in Zusammenarbeit mit der kommunalen Denkmalpflege die massgebenden denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen fest. Diese Aktualisierung der bereits vorhandenen Grundlagen im Hinblick auf Sicherheits-, Statik- und Konstruktionsfragen ist aus Sicht des Stadtrats notwendig, um den tatsächlichen Handlungsspielraum, den Sanierungsbedarf, die möglichen Nutzungen und die damit verbundenen Kosten verlässlich beurteilen zu können», sagt Stadtrat Richard Sägesser, Abteilungsvorsteher Bau.
Mit diesem Entscheid will der Stadtrat sicherstellen, dass die weiteren Schritte auf einer realistischen Beurteilung der baulichen, finanziellen und denkmalpflegerischen Rahmenbedingungen beruhen. Sobald diese Gesamtschau vorliegt, wird der Stadtrat über das weitere Vorgehen entscheiden. Dabei wird er auch darüber befinden, ob und gegebenenfalls wie interessierte Personen in einem partizipativen Verfahren («Runder Tisch») in die Klärung der Nutzungsmöglichkeiten einbezogen werden.









