Uster plant Sanierung des belasteten Seegrunds

In Uster ist der Seegrund vor dem Strandbad mit PCB belastet. Ab 2030 soll er saniert werden, Vorarbeiten mit Probenahmen starten Mitte Februar 2026.

Wie die Stadt Uster mitteilt, ist der Seegrund vor dem Strandbad in Niederuster mit Schadstoffen belastet und muss in den kommenden Jahren saniert werden.
Bei den Schadstoffen handelt es sich um Polychlorierte Biphenyle (PCB), die höchstwahrscheinlich über schadstoffhaltige Farbanstriche in den Schwimmbecken des Strandbads in die Umwelt gelangt sind. Dies ereignete sich vermutlich zwischen 1965 und 1985.
Baden im See bleibt für Menschen unproblematisch
Für Menschen besteht keine Gefahr. Baden im See ist heute und auch in Zukunft unproblematisch. Doch Tiere und Pflanzen, die im Wasser leben, sind den Schadstoffen viel stärker ausgesetzt.
Um das Ökosystem im Greifensee langfristig zu schützen, muss der Seegrund vor dem Strandbad deshalb saniert werden. Zuständig für die Sanierung ist das kantonale Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL).
Da die Stadt Uster als Betreiberin des Strandbads mit grosser Wahrscheinlichkeit Verursacherin der Belastungen ist, wird sie einen grossen Teil der Sanierungskosten tragen. Diese werden im Verlauf der weiteren Planung ermittelt. Der Kanton Zürich und die Stadt Uster arbeiten im Sanierungsprojekt eng zusammen.
Probenahmen im See in der zweiten Februarhälfte
Die Seegrundsanierung wird voraussichtlich ab 2030 durchgeführt. Ziel ist, dass nach der Sanierung Tiere und Pflanzen den Schadstoffen nicht mehr ausgesetzt sind. Damit geprüft werden kann, welche Sanierungsmethode dieses Ziel am besten erfüllt, braucht es noch genauere Daten zum belasteten Bereich.
Deshalb lässt das AWEL ab Mitte Februar verschiedene Proben im See nehmen. Unter anderem wird von einem Schiff aus über eine Lanze flüssiger Stickstoff ins Sediment am Seegrund gepresst.
Das Sediment gefriert an der Lanze an und kann so aus dem See gezogen werden. Dabei kann sich Rauch entwickeln, der jedoch ungefährlich ist.
Die Probenahmen finden in der Woche vom 16. bis 20. Februar 2026 statt. Bei schlechtem Wetter werden sie um eine Woche verschoben.






