Zu wenig Effizienz: Pfanni scheitert an Ad Astra

Der UHC Pfannenstiel hält gegen Ad Astra Obwalden lange gut mit, bezahlt aber Undiszipliniertheiten und mangelnde Effizienz teuer und verliert mit 2:7.

Wie der UHC Pfannenstiel berichtet, war nach dem samstäglichen Sieg die Mannschaft auch gewillt in Sarnen für eine Überraschung zu sorgen, doch die Obwaldner zeigten sich abgeklärt und nutzten die Undisziplinierten der Zürcher Oberländer eiskalt aus. Letztendlich gewann Ad Astra auf Grund der Chancen etwas zu klar mit 7:2. Die beiden Torschützen für Pfanni waren Hafner und Virrankari im Powerplay.
Der Start ins Spiel verlief ausgeglichen und beide Teams kamen zu Abschlüssen, wobei zwingende Torchancen noch ausblieben. Erstmals jubeln durften dann in der siebten Minute die Einheimischen.
Nach einem Ballgewinn in der Ecke kam der Ball zu Bachmann, der den freistehenden McKibbibin sah, welcher mit einem Schlenzer in die weite Torecke auf 1:0 stellte. Zwei Zeigerumdrehungen hatten auf der Gegenseite Forrer (zwei Mal) und Scheuner die Ausgleichsmöglichkeit auf dem Stock, doch sie scheiterten am prächtig aufgelegten Mathys im Tor von Ad Astra.
Chancen da – Effizienz fehlt
In der 13. Minute bot sich Ernst eine weitere Chance auf den Ausgleich nachdem er wunderbar im Slot freigespielt wurde, doch er wurde im letzten Moment weggeblockt. Was Effizienz bedeutet, bewies das Heimteam dann in der 15. Minute.
Nach einer Freistossvariante war es Schwab der mit einem satten Schuss auf 2:0 erhöhen konnte. In der letzten Minute des Drittels hatte Schürch noch das 3:0 auf dem Stock, doch Pfanni-Hüter Schindele parierte mit der Hand und auf der Gegenseite hatte Luchsinger bei seinem Lattentreffer das Glück nicht auf seiner Seite.
So endete Drittel Nummer eins mit einer 2:0-Führung für Ad Astra, wobei Pfanni gut mitspielte.
Pfanni übersteht Druckphase
Das zweite Drittel startete dann mit einem Chanenplus für Sarnen. Die beiden ausländischen Verstärkungsspieler Jonth und Pluhar scheiterten beide an Schindele, während in der 24. Minute Hofer, der alleine vor Schindele den Abschluss rechts am Tor vorbeischlenzte.
Nur eine Minute später machte es auch Captain Bachmann nicht besser, der den Pfanni-Hüter zu einem Big Save zwang. In der Folge kam Pfanni wieder besser ins Spiel. Kurz nach Spielmitte lancierte Rennhard Ushiu, dessen Schuss Mathys aber im Nachfassen behändigen konnte.
Kurze Zeit später konnte Pfanni erstmals in Überzahl auflaufen und nach nur 36 Sekunden zappelte der Ball endlich im Netzt. Luchsinger spielte sehenswert auf Hafner, der mit einem satten Schuss auf 1:2 verkürzen konnte – dies war übrigens das erste Tor für Pfanni auf Sarner Boden nach insgesamt 153 NLB-Minuten.
Trotz Rückstand bleibt Pfanni dran
Leider folgte aus Sicht der Zürcher Oberländer die unmittelbare Reaktion des Heimteams. Nachdem die Pfanni-Defensive etwas die Positionen verloren hatte, spielte Eggimann quer zu Nigg, der den Ball zum 3:1 in die Maschen drosch.
Trotz weiteren hochkarätigen Chancen für Pfanni durch Luchsinger, Schläpfer und Virrankari wollten im Mitteldrittel keine weiteren Tore mehr fallen. Pfanni spielte nach wie vor gut mit, verpasste es seine Möglichkeiten aber auszunutzen, die Chancen auf eine Wende im letzten Drittel bestanden aber nach wie vor.
Pfanni startete mit zwei Linien und kam gleich zu Beginn zu einer weiteren Grosschancen, doch Mathys behielt gegen Luchsinger die Oberhand. In der Folge überschlugen sich die Ereignisse. Zuerst traf Jonth in der 43. Minute nach einem Gegenstoss eiskalt zum 4:1.
Ad Astra nutzt Pfannis Undiszipliniertheit
Dann kassierte in der 44. Minute Egli eine Strafe wegen Stossens. Unerklärlicherweise wurde auch Schläpfer wegen eines angeblichen Reklamierens auf die Strafbank beordert, was zur Folge hatte, dass auch Pfanni-Trainer Werner noch eine persönliche Strafe kassierte.
So wurde aus einer Überzahlmöglichkeit innert Sekunden eine Unterzahl aus Pfanni-Sicht. Ad Astra liess sich nicht zwei Mal bitten und erhöhte durch Nigg auf 5:1. In der 45. Minute war es erneut der schussgewaltige Jonth der mit seinem Lattenknaller das Pfanni-Gehäuse erschüttern liess.
Pfanni reagierte mit dem Time-Out, stellte wieder auf 3 Linien um und versuchte mit Pressing den Gegner aus der Reserve zu locken, dies jedoch mit mässigem Erfolg. In der 51. Minute schraubte Sarnen das Skore durch einen Penalty-Treffer von Jonth und einen wunderbaren Hocheckschuss von Schwab weiter in die Höhe.
Pfanni vergibt weitere Chancen
Pfanni hatte in der Folge auch seine Chancen und hätte verkürzen müssen, doch Virrankari und Luchsinger blieben erfolglos. Erst in der 53. Minute durfte Pfanni ein weiteres Mal jubeln.
Der Finne Virrankari traf erneut in Überzahl zum Schlussresultat von 2:7. Somit konnte Pfanni keine weiteren Punkte auf dem Konto verbuchen. Der Sieg der Sarner war letztendlich sicherlich verdient, waren sie doch das bessere Team.
Pfanni hatte jedoch seine Möglichkeiten und mit etwas mehr Abschlusseffizienz und Disziplin, wäre vielleicht auch etwas zu holen gewesen – hätte, wäre, wenn, nach wie vor braucht Pfanni aus den letzten beiden Spielen zwei Siege um aus eigener Kraft die Playoffs zu erreichen.
Pfanni blickt auf zwei entscheidende Spiele
Pfanni-Stürmer Ernst nach dem Spiel: «Wir haben früh im Spiel zu viele Chancen liegengelassen, das rächte sich schnell. Der Kampf um die Playoffs bleibt hart. Jedoch sollten wir mit den durchaus ansprechenden Leistungen der vergangenen Spielen mit viel Selbstvertrauen die Doppelrunde in zwei Wochen in Angriff nehmen.».
Die erwähnte Doppelrunde findet am 14./15. Februar 2026 statt. Am Samstag, 14. Februar 2026 empfängt Pfanni um 18 Uhr den Tabellenvierten Floorball Fribourg und tags darauf am Sonntag, 15. Februar 2026 führt die Reise ins Tessin zu Regazzi Verbano UH Gordola. Spielbeginn ist um 17 Uhr.






