Männedorf plant Revitalisierung der Pfruenderhaab

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Stäfa,

Die Gemeinde Männedorf erarbeitet ein Vorprojekt zur ökologischen Aufwertung der Pfruenderhaab und schafft Ersatzflächen für Seeuferkonzessionen.

Bahnhofstrasse bei der Gemeindeverwaltung Männedorf.
Bahnhofstrasse bei der Gemeindeverwaltung Männedorf. - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Gemeinde Männedorf berichtet, hat der Gemeinderat beschlossen, für den Uferbereich «Pfruenderhaab» unterhalb des Spitals Männedorf ein Vorprojekt zur ökologischen Revitalisierung auszuarbeiten. Damit reagiert er auf die gesetzlichen Vorgaben des Bundes im Natur- und Gewässerschutz und schafft die Grundlage für notwendige ökologische Ersatzmassnahmen im Zusammenhang mit bestehenden Seeuferanlagen.

Auslöser für den Entscheid sind die eidgenössischen Vorschriften, wonach für verbaute Gewässer ökologische Aufwertungen zu schaffen sind. Dies ist eine zentrale Voraussetzung für die Erneuerung bestehender Konzessionen öffentlicher und privater Anlagen.

Der Uferabschnitt unterhalb des Spitals Männedorf bietet als grösstes zusammenhängendes öffentliches Grundstück mit geeignetem Potenzial besonders gute Voraussetzungen. Eine vorgängige Potenzialanalyse sowie positive Rückmeldungen der kantonalen Fachstellen bestätigten die Eignung des Standorts.

Für die Wiedererlangung bestehender Konzessionen beträgt der Bedarf an ökologischen Ersatzflächen in Männedorf rund 8000 Quadratmeter. Vor diesem Hintergrund wurden im Jahr 2025 im Auftrag der Gemeinde Vorstudien für mögliche Massnahmen in den Gebieten Pfruenderhaab sowie Ramenstein (seeseitig) durchgeführt.

Hohe ökologische Aufwertungspotenziale bestätigt

Die bisherigen Planungsergebnisse zeigen ein erhebliches Potenzial für Revitalisierungsmassnahmen und damit für die Schaffung ökologischer Ersatzflächen. Die Resultate wurden vom Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (AWEL) sowie vom Amt für Landschaft und Natur (ALN) positiv beurteilt.

Im nächsten Schritt werden im Rahmen eines Vorprojekts die Machbarkeit, der Kostenrahmen sowie zentrale Umsetzungsfragen vertieft geprüft.

Koordination mit dem Zürichseeweg

Ein Abschnitt des geplanten Zürichseewegs verläuft entlang der Pfruenderhaab. Das kantonale Tiefbauamt (TBA) sieht vor, diesen durch das künftige Revitalisierungsgebiet zu führen und unterhalb des Jugendhauses einen Aussichtspunkt zu schaffen.

Die beiden Vorhaben innerhalb desselben Perimeters sollen aufeinander abgestimmt werden, um Synergien optimal zu nutzen und ein gesamtheitliches Konzept zu realisieren.

Weiteres Vorgehen

Die Planungsarbeiten für das Vorprojekt sind für das zweite Halbjahr 2026 vorgesehen. Als Grundlage wird die Beschaffenheit des ehemals aufgeschütteten Geländes der Pfruenderhaab untersucht.

Zu diesem Zweck werden bereits Ende Juni bis Anfang Juli 2026 Sondierungsbohrungen durchgeführt. Auf Basis der Ergebnisse des Vorprojekts wird die Gemeinde beim AWEL ein Bewilligungsgesuch für die Revitalisierung einreichen.

Sollte dieses positiv beurteilt werden, ist vorgesehen, das Projekt der Bevölkerung im Frühjahr 2027 im Rahmen einer Informationsveranstaltung vorzustellen.

Mehr aus Agglo Zürich

Dietikon
2 Interaktionen
Thalwil

Mehr aus Zürich

pride tote hosen zürich
7 Interaktionen
Pride, «Toten Hosen»
Brücke Zürich
21 Interaktionen
«Velo-Highline»?
2 Interaktionen
Ukraine-Flüchtlinge