FC Stäfa schlägt Linth 04 dank starker Schlussphase

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    Der FC Stäfa gewinnt auswärts bei Linth 04 mit 3:1. Nach dem zwischenzeitlichen Ausgleich entscheiden zwei Treffer von Schmitt die Partie zugunsten der Gäste.

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    Fussball. (Symbolbild) - Pixabay

    Wie der FC Stäfa mitteilt, zeigt das Stäfner Fanionteam im Auswärtsspiel beim ehemaligen Erstligisten Linth 04 eine starke Reaktion auf die ärgerliche Heimniederlage gegen Schaffhausen II. Dank eines Treffers von Kelterborn und eines Doppelpacks von Schmitt nehmen die Seebuben drei Punkte mit an den Zürichsee. Die Partie war über weite Strecken ausgeglichen und bot Chancen auf beiden Seiten. Am Ende gewann Stäfa verdient, weil die Gäste vor dem Tor für einmal kaltschnäuziger waren als der Gegner.

    In der herrlich von markanten Bergen eingerahmten Linth Arena traf Stäfa bei idealen Bedingungen auf einen vergleichsweisen jungen Club mit bemerkenswert erfolgreicher Geschichte. Linth 04 entstand aus der Fusion des FC Näfels und des FC Niederurnen und marschierte von der 3. Liga ziemlich zügig bis in die 1. Liga Classic. Erst vor zwei Jahren folgte der Abstieg.

    Unter den zahlreichen mitgereisten Stäfner Zuschauern stellte sich vor dem Anpfiff vor allem eine Frage: Wie hatte die Mannschaft die ärgerliche Niederlage der Vorwoche verarbeitet? Coach Elmer hatte während der Trainingswoche wenig Raum für psychologische Grundsatzdiskussionen oder einer Generalrevision des bisherigen Weges gegeben. «Keine Zweifel» lautete seine klare Botschaft. Entsprechend stand dieses Motto auch vor dem Spiel in der Kabine.

    Kelterborn bringt Stäfa verdient in Führung

    Und tatsächlich war in den ersten Minuten weit und breit keine zweifelnde Mannschaft zu sehen. Im Gegenteil. Stäfa trat frisch, mutig und entschlossen auf und setzte den Matchplan gegen den Favoriten konsequent um. Die Gäste waren zunächst deutlich gefährlicher als die Glarner.

    Hilfreich war dabei eine alte Fussballweisheit: Es ist von Vorteil, wenn die eigenen Stürmer schneller sind als die gegnerischen Verteidiger. Kelterborn und Schmitt waren es. Beide kamen immer wieder zu gefährlichen Aktionen.

    Zunächst schien es allerdings, als hätten sie die Abschlussmisere vom Frohberg gleich mit ins Glarnerland genommen. In der 19. Minute klappte es dann doch. Schmitt brachte den Ball zur Mitte, Kelterborn verwertete am ersten Pfosten zur verdienten Führung.

    Und Linth 04? Das Spiel der Gastgeber sah durchaus gefällig aus. Ballsicher, körperlich robust, technisch versiert. Die Stürmer schnell, das Mittelfeld spielstark. Nur eben: Ballbesitz schiesst keine Tore. Obwohl bei vielen Angriffen Gefahr in der Luft lag, wurde es vor dem Stäfner Tor erstaunlich selten richtig brenzlig. Eine gute Gelegenheit und einige gefährliche Eckbälle standen für Linth zur Pause zu Buche. Mehr nicht.

    Schmitt schlägt nach dem Ausgleich doppelt zurück

    Nach dem Seitenwechsel erhöhte Linth erwartungsgemäss den Druck. Der Ausgleich nach einer Stunde fiel allerdings ausgerechnet in einer Phase, in der das Momentum eher wieder bei Stäfa lag.

    Angesichts des Aufwandes der Gastgeber war das 1:1 trotzdem nicht unverdient. Nun stellte sich die nächste Frage: Kippt die Partie? Und reichen beim knappen Stäfner Kader die Kräfte? Die Partie kippte tatsächlich. Allerdings in die andere Richtung.

    In der 75. Minute nickte Schmitt einen Eckball von Saethre zur erneuten Führung ein. Wenig später setzte derselbe Spieler noch einen drauf. Bei einem Konter spielte er mit mehreren Gegenspielern Katz und Maus und traf aus knapp 16 Metern zum 3:1. Die Entscheidung.

    Drei Punkte für Stäfa nach effizientem Auftritt

    Die drei Punkte gingen damit an den Zürichsee und gestohlen waren sie an diesem Samstag ganz bestimmt nicht. Aus Sicht der Gastgeber durfte man zwar über verschiedene Halbchancen in der zweiten Hälfte und einen Pfostenschuss zum vermeintlichen erneuten Ausgleich hadern.

    Nun denn, fünf Franken ins Phrasen-Schwein: Das Runde muss ins Eckige und von Chancen allein kann man sich bekanntlich wenig kaufen. Eine Erkenntnis, welche die Elmer Elf erst eine Woche zuvor selber ziemlich schmerzhaft machen musste.

    Ein kleines Schmunzeln konnten sich die Stäfner nach dem Spiel dennoch nicht verkneifen. In der Kabine der Gastgeber standen Kuchen und Früchte bereit, dazu ein grosser Screen für die Spielanalyse und eigener Spinde für die Spieler. Alles wirkte ausgesprochen professionell. Und dann kommen die Buben vom Zürichsee, packen drei Punkte ein und fahren wieder nach Hause.

    Stäfas Spielweise zahlt sich gegen Favoriten aus

    Es scheint fast, als fühle sich dieses Stäfner Team in der Rolle des Underdogs wohler als in jener des Favoriten. Dann funktioniert der von den Spielern offensiv interpretierte, laufintensive Realismusfussball von Coach Elmer besonders gut und kann für jeden Gegner unangenehm werden.

    Und diesmal musste nach dem Spiel für einmal niemand darüber diskutieren, wie viele Chancen man eigentlich für ein Tor braucht

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