Schlieren ZH: Stadtrat bewilligt Kredite von über einer Million Franken

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Schlieren,

Der Stadtrat von Schlieren ZH hat fünf Geschäfte entschieden – von der Reinigung der 1'353 Strassensammler bis zur vollständigen LED-Umrüstung der Beleuchtung.

Schlieren ZH
Kirche der Gemeinde Schlieren (Symbolbild) - Nau.ch

Die Stadt Schlieren ist für den Unterhalt von 1'353 Strassensammlern im öffentlichen Strassenraum zuständig. Diese baulichen Anlagen entlang von Strassen und Plätzen dienen dem Rückhalt von Schmutzstoffen, welche mit dem Oberflächenwasser abgeschwemmt werden. Um die Umweltvorschriften gemäss der Gewässerschutzverordnung sowie die Richtlinien der Fachstellen einzuhalten, muss der Inhalt der Strassensammler jährlich entleert und fachgerecht entsorgt werden.

Der Stadtrat bewilligt für den betrieblichen Unterhalt der öffentlichen Strassensammler für die Jahre 2026 bis 2029 eine gebundene Ausgabe von 222'000 Franken.

Modernisierung Werkhof: Auftragserteilung für Tiefbauarbeiten

Der städtische Werkhof wird bis 2027 umfassend saniert und nachhaltig modernisiert. Nun stehen die Tiefbauarbeiten für die Asphaltsanierungen an. Der Stadtrat vergibt den Auftrag im Umfang von 139'787.80 Franken im freihändigen Verfahren.

Umfassender Plan Lumière für die Strassenbeleuchtung genehmigt

Das Regierungsprogramm 2022–2026 des Stadtrats enthält unter dem Handlungsfeld «Energie sinnvoll nutzen» die Erarbeitung eines Plans Lumière. Um die Funktionsfähigkeit sicherzustellen und das erhebliche energetische Einsparpotential in der öffentlichen Strassenbeleuchtung zu heben, wurde in einem ersten Teil des Plans der Fokus auf die Bereiche Klima, Umwelt und Sicherheit gelenkt. Der Plan Lumière verfolgt die Zielsetzungen, den Energieverbrauch durch die Umrüstung auf LED zu reduzieren, Lichtimmissionen zum Schutz von Naturzonen zu vermeiden und die Sicherheit im Strassenverkehr zu verbessern.

Um einem wiederkehrenden Bedürfnis aus der Bevölkerung zu entsprechen, sieht der Plan zudem vor, die Betriebszeiten am Wochenende auszuweiten. Für die im Konzept enthaltene vollständige Umrüstung der weiteren ineffizienten Leuchtmittel bis Ende 2030 in Etappen belaufen sich die Kosten auf rund 520'000 Franken. Das Konzept wurde gemeinsam mit den Elektrizitätswerken des Kantons Zürich (EKZ) erstellt.

Der Stadtrat genehmigt den Plan Lumière, Teil Klima, Umwelt, Sicherheit (Strassenbeleuchtung). Die vollständige Umrüstung auf die zukunftsfähige LED-Technik durch den Ersatz der restlichen Natrium-Hochdruck- und Halogenlampen in Etappen ab 2027 bis 2030 wird aktiv verfolgt und die Betriebszeiten der Strassenbeleuchtung werden entsprechend ausgeweitet.

Kooperative Planung für das Entwicklungsgebiet Schlieren Nordost freigegeben

Schlieren Nordost (Teilgebiete Gaswerk, Rütistrasse, Ifang) ist das grösste zusammenhängende Entwicklungsgebiet der Stadt und ein bedeutender Wirtschafts- und Arbeitsstandort. Weil der grösste Teil der Fläche der Stadt Zürich gehört und die Baurechte ab 2043 auslaufen, muss die Entwicklung frühzeitig vorbereitet werden.

Hierzu haben die Städte Schlieren und Zürich eine Absichtserklärung unterzeichnet, um ein gemeinsames Leitbild als strategische Grundlage zu erarbeiten. Das komplexe Verfahren ist zweistufig aufgebaut.

In der nun startenden Vorbereitungsphase von 2026 bis 2028 werden die organisatorischen und fachlichen Grundlagen für die Zusammenarbeit geregelt. Erst danach folgt von 2028 bis 2030 die eigentliche Planung für das gemeinsame Leitbild. Für die Steuerung des Prozesses wird eine externe Verfahrensbegleitung beigezogen und es werden fachliche Studien erarbeitet.

Die Kosten für die gemeinsamen Vorbereitungsaufgaben teilen sich die beiden Städte zur Hälfte. Der Stadtrat bewilligt für die Vorbereitungsphase der Kooperativen Planung Schlieren Nordost einen Kredit von 293'000 Franken.

Einführung einer neuen E-Service-Plattform für die digitale Verwaltung

Mit dem Inkrafttreten des revidierten kantonalen Verwaltungsrechtspflegegesetzes ist die Stadt Schlieren verpflichtet, ab dem 1. Januar 2027 einen rechtssicheren elektronischen Rechtsverkehr anzubieten. Für die Umsetzung standen zwei Varianten zur Auswahl: Die reine Mindestlösung IncaMail, bei welcher bestehende Medienbrüche und manuelle Bearbeitungsschritte weitgehend bestehen bleiben oder das zukunftsfähige Portal Amtomat. Der Amtomat verbindet Servicekatalog, Formularerstellung, ein Servicekonto mit AGOV-Login sowie eine direkte Anbindung an die Fachsysteme.

Die Plattform bietet einen einheitlichen digitalen Zugang für die Bevölkerung und die Unternehmen ohne zusätzliche Plattformkosten für Einreichende. Zudem fallen dadurch manuelle Bearbeitungsschritte innerhalb der Verwaltung weg. Da die Plattform schrittweise bis Mitte 2027 aufgebaut wird, nutzt die Stadt für noch nicht umgestellte Verfahren vorübergehend das System IncaMail als sicheren Übermittlungskanal.

Der Stadtrat bewilligt per 1. Januar 2027 die Einführung des Amtomats und genehmigt für die externe Projektleitung bis Mitte 2027 einen Kredit von 60'000 Franken. Für den Einsatz, den Betrieb und die Pflege der Plattform werden jährlich wiederkehrende Kosten von insgesamt 36'200 Franken freigegeben.

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