Schlieren ZH: 140 Gäste üben am Tag der Wirtschaft das Netzwerken

Die 23. Ausgabe des Tags der Wirtschaft in Schlieren ZH stand im Zeichen des Netzwerkens. 140 Gäste kamen in den Startup Space und übten die «Powerfrage».

Unter dem Motto «Wachstum durch Verbindung» stand die 23. Ausgabe des Tags der Wirtschaft Schlieren ganz im Zeichen des Netzwerkens. 140 Gäste folgten der Einladung in den Startup Space und liessen sich von Keynote-Speaker Carsten Sudhoff dazu motivieren, auf eine neue, ungewohnte Art und Weise aufeinander zuzugehen, ins Gespräch zu kommen und neue Verbindungen zu schaffen.
«Wie kann ich dir helfen?» Dies ist die Powerfrage von Carsten Sudhoff, die jeder Gast seinem Gegenüber stellen sollte. Jeder Mensch sieht sich gerne in der Rolle des Gebenden und Vermittlers.
Geht es jedoch darum, sich bei einer Aufgabe oder einem beruflichen Problem Hilfe von anderen zu holen, hindern oftmals Stolz oder Ängste daran, dies wirklich zu tun. Mit der Folge, dass viele Potenziale erst gar nicht genutzt werden. Der Experte für strukturiertes Netzwerken und SPIEGEL-Bestseller-Autor dreht deshalb den Spiess um: Anstatt selbst um Unterstützung bitten zu müssen, wird man vom Gegenüber aktiv angesprochen, ob er oder sie selbst unterstützen könnte.
15 Minuten. So viel Zeit blieb den 80 Teilnehmenden des vorgängigen Networking-Specials, um sich an ihrem jeweiligen Vierer-Tisch kennenzulernen. Nach einer kurzen Einführung von Carsten Sudhoff ging es direkt los: In drei Power-Sessions à 15 Minuten mit wechselnden Gesprächspartnerinnen und Gesprächspartnern galt es, sich gegenseitig kennenzulernen, gemeinsame Anknüpfungspunkte zu finden und Kontakte auszutauschen.
Wie fühlte es sich für die Teilnehmenden an, die Frage «wie kann ich dir helfen» gestellt zu bekommen? Es folgten Rückmeldungen wie «glücklich», «überrascht», «verstanden», «gesehen und wertgeschätzt». Auch diejenigen, die die Frage stellen sollten, hatten sehr positive Gefühle dabei.
Auch die anschliessende Hauptveranstaltung blieb dem Motto «Wachstum durch Verbindung» treu. Christina Doll, Standortförderin der Stadt Schlieren, begrüsste die 140 Gäste und zeigte anhand der überarbeiteten städtischen Wirtschaftsstrategie, weshalb Vernetzung für einen starken Wirtschaftsstandort zentral ist.
Moderator Phil Dankner übergab das Wort an Thomas Rieder, Senior Economist CIO Swiss Real Estate bei der UBS. Dieser richtete den Blick auf die Wettbewerbsfähigkeit des Limmattals. Sein Fazit: von allen 106 Regionen der Schweiz ist das Limmattal auf Rang 3. Er betonte, dass für innovative Standorte wie Schlieren eine gute Vernetzung gleichzeitig ein weiterer Standortvorteil ist.
Dann wurde es wieder ganz praktisch: Carsten Sudhoff stellte seine Methode des strukturierten Netzwerkens anhand von fünf Bausteinen diesmal ausführlicher vor und zeigte, wie Unternehmen über gezielte Kontakte viel mehr erreichen können als alleine. Allen Gästen gab er die Aufgabe, mindestens fünf neue Kontakte zu knüpfen – und allen auch die Powerfrage «wie kann ich dir helfen» zu stellen.
Am Apéro riche konnten die Gäste das Gelernte schliesslich direkt in die Tat umsetzen. So wurde aus dem Motto des Tages ganz konkret gelebtes Networking – und aus Begegnungen konnten viele neue Verbindungen entstehen. Ein Gast brachte es auf den Punkt «die ersten Male wirkte es seltsam, anderen meine Hilfe anzubieten. Jetzt ist es für uns alle selbstverständlich geworden, jeder ist offen, hört dem anderen zu – und das fühlt sich richtig gut an!»
Anhand von Business-Networking-Lunches soll nächstes Jahr an diese gegenseitige Offenheit und das neue Füreinander angeknüpft werden.







