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Kloten: Stadtrat lehnt Wohninitiative ab – Komitee hält daran fest

SP Kloten
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Kloten,

Der Stadtrat von Kloten ZH will die Volksinitiative für mehr bezahlbare Wohnungen ablehnen. Das Initiativkomitee, dem die SP angehört, hält an der Vorlage fest.

Skulptur in einem Wohnort von Kloten.
Skulptur in einem Wohnort von Kloten. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Das Initiativkomitee kritisiert den Entscheid des Stadtrats, die Volksinitiative «Mehr bezahlbare Wohnungen in Kloten (Wohninitiative)» abzulehnen. Es hält darum weiterhin an der Initiative fest.

Die bisherigen Bemühungen des Stadtrats reichen nicht aus, um die steigenden Mieten in Kloten wirksam zu bekämpfen.

Initiative von fast 10 Prozent aller Stimmberechtigten unterschrieben

Das Initiativkomitee ist enttäuscht, dass der nach rechts gerückte Stadtrat sich weigert, verbindliche Lösungen für mehr bezahlbare Wohnungen in der Gemeindeordnung zu verankern.

«Durch die zahlreichen Abrisse und Neubauten verschwinden immer mehr bezahlbare Wohnungen. Die vom Stadtrat angekündigten Massnahmen sind zwar begrüssenswert, werden diesen Verlust aber nicht kompensieren», sagt Max Töpfer, Präsident des Initiativkomitees und SP-Gemeinderat.

«Wir spüren den Druck der Bevölkerung, die sich ein entschlosseneres Handeln vom Stadtrat wünscht. Das zeigen auch die 1022 Menschen – fast 10 Prozent aller Stimmberechtigten – die die Initiative unterschrieben haben.»

Angekündigte Wohnraumstrategie bringt keine Gewissheit

Die von der SP mit Unterstützung der Grünen und der EVP lancierte Wohninitiative fordert, dass bei Aufzonungen mindestens 50 Prozent und bei Ein- und Umzonungen mindestens 25 Prozent der zusätzlichen Wohnungen preisgünstig angeboten werden.

Dass dieses Vorhaben eine breite Unterstützung geniesst, zeigt auch die Entwicklung beim Bauprojekt von Allreal an der Schaffhauserstrasse 115 bis 121. Auf Druck der SP haben sich Allreal und die Stadt Kloten auf genau einen solchen Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen geeinigt.

Die vom Stadtrat angekündigte Wohnraumstrategie bringt noch keine Gewissheit, dass das Problem der steigenden Mieten in Kloten endlich angegangen wird.

«Bisher fehlen verlässliche und verbindliche Bekenntnisse der Stadt Kloten, bei zukünftigen Planungsvorlagen konsequent einen Mindestanteil an preisgünstigen Wohnungen einzufordern», sagt Diana Diaz, Mitglied des Initiativkomitees und Gemeinderätin Grüne. «Mit der Wohninitiative bekommt die Stadt Kloten den verbindlichen Auftrag, endlich mehr bezahlbare Wohnungen zu schaffen.»

Kommentare

User #5276 (nicht angemeldet)

Mehr bezahlbaren Wohnraum kann man haben. Es hat dann allerdings nur noch ein Lichtschalter und eine Sterckdose pro Raum. Ein Anschluss für Internet pro Wohnung. Fensterflügel sind nicht kippbar. Im Badezimmer ein Lavabo, kein Spiegelschrank nur Spiegel an der Wand. Kein Geschirrspühler, kleiner Kühlschrank. Günstgste Bodenbeläge usw. Endresultat: nicht vermietbar -> Leerstand -> Steuerausfall für die Gemeinde. Macht das wirklich Sinn? Staatliche Regulierungen lösen das Problem nicht unsd kommen nicht gut an.

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