Effizient und bürgernah: Die neue Organisation in Hinwil

Die Gemeinde Hinwil richtet ihre Kommissionen neu aus und lanciert einen Mitwirkungs-Pool. Bürger können ihr Wissen künftig gezielt in Projekte einbringen.

Im Zuge der Bildung der Einheitsgemeinde auf Beginn der Legislaturperiode 2026 bis 2030 hat der Gemeinderat die Behördenorganisation überprüft, schreibt die Gemeinde Hinwil. Künftig soll die Bevölkerung gezielter in Projekt- und Arbeitsgruppen einbezogen werden können.
Solche Formen der Mitwirkung wurden in der Vergangenheit wenig genutzt. Darin erkennt der Gemeinderat grosses Potenzial, welches er mit der neuen Behördenorganisation stärker nutzen will.
Ständige Kommissionen mit regelmässigen Sitzungen können je nach Themenbereichen einen wichtigen Beitrag zur demokratischen Mitwirkung erfüllen. In anderen Themenbereichen erachtet der Gemeinderat andere Gefässe als zielführender.
Synergien durch neue Organisation
Folgende beratenden Kommissionen werden in ihrer heutigen Form in der zukünftigen Organisation nicht mehr weitergeführt: Energiekommission, Natur- und Landschaftskommission und Feuerwehrkommission.
Die Kulturkommission und die Mediothekskommission werden neu zusammengeführt, womit wertvolle Synergien genutzt werden können. Ebenfalls weitergeführt werden die Kommission Verkehr, die Ortsbildkommission und die Kommission TOP Hinwil. Freie Sitze in den Kommissionen werden im TOP Hinwil vom 29. April 2026 publiziert.
Die demokratischen Entscheidungsprozesse bleiben durch die Neuausrichtung unverändert – die Abläufe werden jedoch effizienter gestaltet.
Einfache Anmeldung für Interessierte
Ganz im Sinne einer effektiven Behördenorganisation hat der Gemeinderat zusätzlich den Aufbau eines «Mitwirkungs-Pools» in Auftrag gegeben. Darin werden Personen aufgenommen, die der Gemeinde ihr konkretes Know-how – zum Beispiel aus Beruf, Verein oder persönlicher Erfahrung – bei Projektarbeiten oder in Arbeitsgruppen zur Verfügung stellen möchten.
Nach einer einmaligen Anmeldung werden die Personen bei passenden Projekten gezielt zur Mitwirkung eingeladen, dort wo sie den grössten Nutzen für die Bevölkerung stiften. Interessierte Einwohnerinnen und Einwohner können sich bereits heute über das Anmeldeformular melden.
Der Gemeinderat ist überzeugt, dass sich auf diese Weise die Prozesse in Politik und Verwaltung optimieren lassen und gleichzeitig die Bevölkerung stärker einbezogen wird.
Bevölkerung als wertvolle Ressource
«Unsere Einwohnerinnen und Einwohner verfügen über vielfältiges Know-how, das wir in unsere Projekte einbringen möchten. Wir erhoffen uns, mit diesen niederschwelligen Partizipationsmöglichkeiten viele Interessierte zur Mitwirkung motivieren zu können», sagt Gemeindepräsident Andreas Bühler.






