FC Wettswil-Bonstetten verpasst Heimsieg gegen Mendrisio

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    Der FC Wettswil-Bonstetten kommt gegen Mendrisio trotz zahlreicher Chancen nicht über ein 1:1 hinaus und bleibt auf dem zweitletzten Tabellenrang.

    FC Wettswil-Bonstetten
    Der FC Wettswil-Bonstetten ist ein Fussballverein aus Wettswil am Albis. Er trägt seine Heimspiele auf dem Sportplatz Moos aus. - Alisa Gallmann/ Grafik Nau.ch

    Wie der FC Wettswil-Bonstetten mitteilt, war der Start in die Meisterschaft dem FCWB unter seinem neuen Trainer Etienne Scholz missglückt. Mit nur fünf Zählern aus sieben Spielen blieb er deutlich unter den Erwartungen.

    Immerhin hielt er sich zu Hause mit einem Sieg und zwei Punkteteilungen bislang schadlos. Das schürte die Hoffnung auf weiter Zählbares, zumal auch Gegner Mendrisio den Tritt noch nicht gefunden hat. Die Ämtler wie auch die Gäste aus dem Sottoceneri standen demzufolge bereits unter Druck.

    Verdiente Führung der Ämtler

    Beide Teams starteten verhalten. Bestrebt, keine Fehler zu machen. Den ersten Warnschuss gab WB ab, der für Mendrisio-Keeper Alessandro Zecca zur leichten Beute wurde. Auf der Gegenseite lancierte Alessandro Martinelli seinen Stürmer Samuele Lago – der Ball landete schliesslich in den Handschuhen von Luca Thaler. Die Ämtler übernahmen zunehmend die Kontrolle.

    Einen schwungvollen Angriff schloss Janick Hager mit einem strammen Schuss ab, Zecca legte hechtend sein Veto ein, gegen den Nachschuss von Brian Bellis zum 1:0 war allerdings kein Kraut gewachsen. WBs Jubel war noch kaum verstummt, da schrammte Mendrisio durch Zoran Josipovic bereits hauchdünn am Ausgleichstreffer vorbei. Nach einer halben Stunde wurde WBs Nicolas Stettler exakt auf der Strafraumlinie mit dem Ellbogen im Gesicht getroffen.

    Das Verdikt des Schiedsrichters lautete Gelb für den Verursacher, jedoch überraschend anstelle Straf- nur einen Freistoss. Diesen hämmerte Jan Loosli Richtung nahen Torwinkel, fand aber im faustenden Zecca seinen Meister. Die Reihe war wieder an Mendrisio. Zuerst zirkelte Alessio Ronceri den Ball knapp am hinteren Pfosten vorbei, danach verhinderte WBs Abwehrturm Yannick Waser in höchster Not mit einer spektakulären Grätsche Ungemach.

    Bei dieser Aktion blieb er mit den Stollen im Rasen hängen und verletzte sich unglücklich am Knie. Für ihn wurde Gian Wick eingewechselt. Minuten später hiess es plötzlich 1:1. Ein Schussversuch mutierte kurios zur Flanke und Josipovic lenkte den Ball mit dem Kopf für Thaler unhaltbar in dessen Maschen. Ein übler Genickschlag für die Heimischen, psychologisch ungünstig kurz vor der Pause.

    WB gibt nochmals Gas

    Nach Wiederanpfiff verflachte das Geschehen. Das Credo beider Mannschaften lautete, primär defensiv nichts zuzulassen. Ab der 65. Minute schaltete WB einen Gang höher. Jetzt war der Hunger wieder spürbar, das Spiel unbedingt gewinnen zu wollen. Ein Kopfball von Bellis, an diesem Tag der beste Rotschwarze, konnte von Zecca, dem besten Tessiner, mit den Fingerkuppen über die Latte gelenkt werden.

    Später scheiterten nach gekonnt getretenen Loosli-Eckbällen zuerst David Brunner und danach Gian Wick mit ihren Kopfbällen knapp möglich. Zwischendurch dezimierte sich Mendrisio numerisch, Josipovic sah nach dümmlichem Nachtreten Rot. Die Überlegenheit WBs wurde noch frappanter.

    Allerdings lief ihm allmählich die Zeit davon. Die eingewechselten Stürmer Eren Öner wie auch Nemanja Petrovic scheiterten in aussichtsreichen Positionen und auch Gionata Centoducatos Schuss ins lange Ecke wurde von Zecca mirakulös an den Pfosten gelenkt. Es sollte einfach nicht sein. Der Unparteiische beendete schliesslich den Match und WB stand konsterniert mit nur einem Zähler da.

    «Haben uns nicht belohnt»

    WB-Schütze Bellis zeigte sich nach der Partie enttäuscht: «Einfach nur schade, wir wollten heute die drei Punkte und hätten sie aufgrund des Gezeigten auch verdient.» Mendrisios Keeper Zecca gab Auskunft: «Wir lagen früh im Rückstand und vermochten zu reagieren. Ich bin zufrieden, einen Punkt mit nach Hause zu nehmen.»

    WB-Trainer Scholz resümierte: «Vieles, was wir uns vorgenommen hatten, machten wir richtig. Wir betrieben einen enormen Aufwand, belohnten uns aber zum wiederholten Mal nicht. Der ‹blöde› Gegentreffer war irgendwie symptomatisch in unserer derzeitigen Situation. Positiv werte ich, dass wir gegen diesen extrem tief stehenden Gegner viele Chancen kreierten. Uns bleibt nur, weiter hart zu trainieren. Ich bin überzeugt, dass der Erfolg einkehren wird.»

    Der FCWB liegt aktuell auf dem ungemütlichen zweitletzten Rang.

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