Zürcher Bauernverband lanciert wegen Trockenheit Futterbörse

Der Zürcher und der Schaffhauser Bauernverband ergreifen angesichts der Trockenheit eigene Massnahmen: Sie lancieren eine Onlinebörse für Tierfutter.

Weil auf den Wiesen vielerorts das ganze Gras verdorrt ist, müssen Schweizer Bauern bereits jetzt das Heu verfüttern, das eigentlich für den Winter vorgesehen wäre. Danach sind sie gezwungen, Futter einzukaufen oder bringen ihre Kühe zum Schlachthof.
Weil Dürre auch in kommenden Jahren ein Problem darstellen wird, lancieren die Bauernverbände der Kantone Zürich und Schaffhausen nun eine Onlinebörse für Herbstfutter. Ackerbaubetriebe und Betriebe mit wenig Tierhaltung sollen bei geeigneter Witterung so genanntes «Zwischenfutter» für jene Betriebe anbauen, die viele Kühe halten.
Sie sollen also Körnermais pflanzen und diesen den Berufskollegen als Futtermais verkaufen. Gemäss den Bauernverbänden sind viele Landwirte dazu bereit, vorausgesetzt, die Abnahme ist gesichert und die Konditionen sind geklärt.
Auf der Onlinebörse sollen sich die Bauern «unkompliziert finden». Die Details würden die Betriebe dann selber regeln. Die Schweizer Landwirtschaft leidet seit Wochen unter Wassermangel. Längere Regenfälle sind jedoch bis auf Weiteres nicht in Sicht.




