Stadt Zürich

Eishockey-WM federt Zürcher Hotel-Einbussen durch Nahostkonflikt ab

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Die im Mai stattfindende Eishockey-WM in Zürich und Freiburg hilft Zürcher Hotels, die durch den Nahostkonflikt entstandenen Einbussen bei den Logiernächten abzufedern. Vor allem Hotels in Stadionnähe und in der Innenstadt profitieren, ein Effekt auf die gesamte Region bleibt aus.

In der Swiss Life Arena werden die Eishockeyspiele ausgetragen. (Archivbild)
In der Swiss Life Arena werden die Eishockeyspiele ausgetragen. (Archivbild) - KEYSTONE/ENNIO LEANZA

Hotels in unmittelbarer Nähe zum Eishockeystadion in Zürich verzeichnen rund um das Turnier einen positiven Effekt auf ihre Auslastung, wie Thomas Wüthrich, Direktor von Zürich Tourismus, auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA sagte. Auch verschiedene Stadthotels in der Zürcher Innenstadt berichteten von einer «soliden Nachfrage».

Hotels ausserhalb des Stadtzentrums spüren laut Wüthrich kaum Auswirkungen des Turniers. Ein Effekt auf die umliegenden Regionen bleibe aus.

Gleichzeitig spüren die Hotels den anhaltenden Nachfragerückgang infolge des Nahostkonflikts. Die Weltmeisterschaft dürfte zwar helfen, die Vorjahreswerte zu erreichen. Ein Übertreffen hält der Zürich-Tourismus-Direktor jedoch aufgrund der geopolitischen Lage und der damit verbundenen schwächeren Gesamtnachfrage als «unwahrscheinlich».

Zürich Tourismus nimmt bei der Eishockey-Weltmeisterschaft eine unterstützende Rolle ein, wie Wüthrich ausführt. Der Fokus liege unter anderem auf der Koordination mit Partnern aus der Hotellerie und Gastronomie sowie darauf, «optimale Rahmenbedingungen» für Teams und Gäste zu schaffen.

Die Vorbereitungen laufen auf Hochtouren, die Organisatoren der Eishockey-WM fühlen sich auf Kurs, wie das «Regionaljournal Zürich-Schaffhausen» von Radio SRF1 berichtete. Christian Hofstetter, OK-Chef der Eishockey-WM, betonte jedoch die «riesige Dimension» des Anlasses: Der Platz rund um die Stadien sei knapp, weshalb man versuche, «jeden Quadratmeter optimal zu nutzen».

Ein zentraler Aspekt sei die Sicherheit, die für Besucher und Teams oberste Priorität habe. Das Sicherheitskonzept konnte laut Hofstetter nicht einfach «aus der Schublade» gezogen werden, es musste auf die veränderte Weltlage angepasst werden. Aktuell gebe es jedoch keine Hinweise auf eine erhöhte Bedrohung.

Die Eishockey-WM hätte bereits 2020 in der Schweiz stattfinden sollen, wurde damals jedoch wegen der Coronapandemie abgesagt. Für 2026 erhielt die Schweiz erneut den Zuschlag. Es ist das erste Mal seit 2009 (damals in Bern und Kloten), dass die WM-Endrunde wieder auf Schweizer Eis ausgetragen wird.

Das Turnier wird in Zürich und Freiburg absolviert. Ein Drittel der Spiele finden in Freiburg statt, zwei Drittel in Zürich. Der Startschuss fällt am 15. Mai in Zürich mit der Partie Finnland gegen Deutschland. Das Finale findet am Sonntag, 31. Mai, ebenfalls in Zürich statt.

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