Stadt Zürich

Zürich: Velospur-Krach zwischen Stadt und Kanton!

Redaktion
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Zürich,

Die Stadt Zürich schuf auf zwei kurzen Abschnitten mehr Platz für Velos. Dem Kanton passte dies gar nicht. Eigenmächtig machte er das Werk der Stadt rückgängig.

velospur
Dieser temporären Velospur am Neumühlequai ging es am Wochenende an den Kragen. - keystone

Das Wichtigste in Kürze

  • In Zürich brodelt ein Streit um Velospuren beim Neumühlequai und in der Walchestrasse.
  • Solche installierte die Stadt kürzlich temporär – auf Kosten von Autos.
  • Der Kanton war davon wenig begeistert.
  • Kurzerhand liess er am Wochenende die Velospuren wieder beseitigen.

Eigentlich geht es nur um zwei kurze Abschnitte am Zürcher Neumühlequai und in der Walchestrasse. Doch diese sorgen aktuell für ordentlich Zündstoff zwischen Stadt und Kanton.

Vor Kurzem funktionierte dort nämlich die Stadt aus Sicherheitsgründen Autospuren in temporäre Velospuren um. Hintergrund ist gemäss dieser die «anspruchsvolle Baustellensituation am Bahnhofquai», wie es in einer Mitteilung heisst.

zürich neumühlequai
An den rot markierten Stellen machte die Stadt Zürich kurzerhand aus einer Autospur eine Velospur. - Screenshot OpenStreetMap

Dies gefiel dem Kanton überhaupt nicht. Am Freitag wurde die Stadt darüber unterrichtet, dass man diese Verkehrsführung wieder zurückbauen wolle.

Gegen den kantonalen Anti-Stau-Artikel werde verstossen. In der Nacht auf Samstag machte der Kanton dann auch Nägel mit Köpfen.

Gemäss «TeleZüri» brauchte es für diese Arbeiten gar Polizeischutz. Am Tag zuvor gab es bereits einen Protest der «Velomenschen».

Die Stadt um Sicherheitsvorsteherin Karin Rykart hat für das Verhalten des Kantons kein Verständnis. Bereits im Communiqué vom Freitag schrieb sie, sie nehme das Vorgehen «erstaunt» zur Kenntnis. Es bestehe ein Missverständnis.

Darüber hinaus sei mit Vertreterinnen und Vertreter des kantonalen Regierungsrates für diese Woche ein Gespräch geplant gewesen. Der Stadtrat bezeichnet es als «befremdlich», dass der Kanton nun vorher handelte.

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Mittlerweile können auf dieser Velospur wieder Autos fahren. - keystone

Weiter heisst es: «Die von der Stadt vorgenommenen, befristeten Massnahmen der Verkehrssicherheit liegen gemäss kantonaler Signalisationsverordnung in der Zuständigkeit der Stadt Zürich.»

Applaus von der SVP

Von der bürgerlichen Seite gibt es deutlichen Zuspruch für den Kanton. SVP-Kantonsrat Ulrich Pfister sagt gegenüber «TeleZüri»: «Es war überfällig, dass der Kanton eingreift.»

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Die Stadt habe auch in einer «Nacht- und-Nebel-Aktion» die Velospur installiert. Der Kanton sei zuständig, wenn das übergeordnete Netz beeinflusst wird, so Pfister.

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