Stadt Zürich

    Zürich: Pöstler (22) schaut zu, wie Kollegen Paket klauen

    Sandra Morgenroth
    Sandra Morgenroth

    Zürich,

    Ein Postbote aus Zürich hat einen Kollegen ein Paket stehlen und öffnen lassen – ohne einzugreifen.

    Post Auto Symbol
    Ein junger Pöstler toleriert den Diebstahl eines Kollegen auf seiner Auslieferungstour. (Symbolbild) - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Ein Zürcher Postbote nahm zwei minderjährige Kollegen auf Auslieferungstour mit.
    • Einer dieser stahl im Februar 2023 ein Paket im Wert von knapp 130 Franken.
    • Der Pöstler griff nicht ein, als das Paket gestohlen und im Lieferwagen geöffnet wurde.

    Ein heute 22-jähriger Schweizer Pöstler hat sich strafbar gemacht. Wie aus einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft Zürich-Sihl hervorgeht, liess er einen Kollegen ein Paket stehlen. Die «Neue Zürcher Zeitung» berichtet darüber.

    Der Vorfall ereignete sich im Februar 2023. Der Postbote nahm zwei minderjährige Kollegen auf seine Auslieferungstour mit. Allein dies verstösst schon gegen interne Weisungen.

    Diebstahl im Mehrfamilienhaus

    In einem Mehrfamilienhaus griff einer der Begleiter zu. Er entwendete ein Paket mit E-Zigaretten-Zubehör im Wert von rund 130 Franken.

    Postauto mit Paketen Symbolbild
    Das gestohlene Paket mit E-Zigaretten-Caps hatte einen Wert von 131,10 Franken. (Symbolbild) - keystone

    Der Pöstler intervenierte nicht, obwohl es seine Pflicht gewesen wäre. Stattdessen liess er zu, dass das Paket im Lieferwagen geöffnet und der Inhalt entwendet wurde.

    Strafe und Konsequenzen

    Die Staatsanwaltschaft verurteilte den Postboten zu einer bedingten Geldstrafe. Er muss 60 Tagessätze à 30 Franken zahlen, jedoch bei einer Probezeit von zwei Jahren.

    Hast du schon mal Pakete verloren?

    Zusätzlich wurden ihm 1000 Franken Verfahrenskosten auferlegt. Über berufliche Konsequenzen für den Pöstler ist laut «NZZ» nichts bekannt.

    Kommentare

    User #1181 (nicht angemeldet)

    …was weg ist, muss nicht erst noch zugestellt werden…! - Früher Feierabend…!

    User #1199 (nicht angemeldet)

    Das ist nur die Spitze des Eisbergs. Die anderen über 100000 Fälle wurden nicht veröffentlicht. Wenn alle Verbrechen der Post aufgedeckt werden sollen, sollte als erstes in der Chef-Etage dieser Organisation begonnen werden.

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