Zürich: Kommt Kunsthaus-Bilderdieb einfach so davon?

Vor knapp drei Jahren gingen zwei Gemälde aus dem Zürcher Kunsthaus verloren. Später waren sie wieder da. Details gibt es wenige.

Das Wichtigste in Kürze
- Verschwundene Gemälde aus dem Kunsthaus Zürich sorgen für Wirbel.
- Erst waren diese abhanden gekommen, dann tauchten sie später wieder auf.
- Details zu dem Vorfall sind wenige bekannt.
Ende 2022 verschwanden zwei wertvolle Gemälde aus dem Kunsthaus Zürich. Bei den Objekten handelte es sich einmal um das Werk «Soldaten im Lager» von Robert van den Hoecke. Zum anderen um das Bild «Narzissen und andere Blumen in Glasvase auf einer Marmorplatte» von Dirck de Bray.
Die Polizei ging davon aus, dass die beiden Kunstwerke gestohlen worden waren. Wert des Diebesguts: über eine halbe Million Franken beziehungsweise ein mittlerer fünfstelliger Betrag. Beide Gemälde waren Leihgaben – vonseiten des Kunsthauses folgte eine Anzeige.
Bilder tauchen auf – Fragen bleiben offen
Im Mai 2024 tauchten die Bilder wieder auf. Dennoch sind noch viele Fragen offen. Wie die «NZZ» schreibt, ist offiziell nicht einmal der Fundort der beiden Werke bekannt gegeben worden.
Gemäss der Zeitung, die sich auf Insider beruft, befindet sich dieser im Untergeschoss des sogenannten Moser-Baus. Dieser ist der historische Altbau des Kunsthauses.
Somit wären die Gemälde auch dort gefunden worden, wo sie verschwanden. Viel dazu sagen will das Kunsthaus selbst nicht. Es bestätigt der «NZZ» lediglich, dass der Fundort «in einem Bereich einer Liegenschaft des Kunsthauses» lag.
Ein Insider-Job?
Ebenso schreibt die Zeitung von einer Theorie, wonach es sich in diesem Fall gar um einen Insider-Job handeln könnte. Auf das Lager, woraus die Bilder gestohlen wurden, hatten gemäss dem Museum nur wenige Personen Zugriff.
Wer schlussendlich wirklich für das Verschwinden verantwortlich war, bleibt somit ein Rätsel. Untersuchungen der Staatsanwaltschaft sind sistiert. Erst bei neuen Hinweisen werden die Ermittlungen wieder aufgenommen.







