Stadt Zürich

    Wohnungsnot: Kann Basel Vorbild für Zürich sein?

    Dennis Kittler
    Dennis Kittler

    Zürich,

    Gegen die Zürcher Wohnungsnot könnte das Wohnschutzgesetz von Basel als Vorbild dienen. Experten sind sich aber uneins über den Lösungsweg.

    Leerkündigung Zürich Wohnungsnot
    Das Anstehen für eine Wohnung ist in Zürich keine Seltenheit mehr. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Von Leerkündigungen sind jährlich tausende Zürcherinnen und Zürcher betroffen.
    • In Basel schiebt dem das Wohnschutzgesetz seit 2022 faktisch einen Riegel vor.
    • Wäre das Basler Modell auch ein Lösungsansatz für die Zürcher Wohnungsnot?

    Durch Leerkündigungen verlieren jedes Jahr rund 30'000 Schweizerinnen und Schweizer ihre Wohnungen. Besonders oft betroffen: die Menschen aus der Stadt Zürich.

    Es herrscht Platz- und somit Wohnungsnot. Werden Wohnungen saniert, schiessen die Mieten in die Höhe.

    Zürich Demonstration
    In Zürich herrscht Wohnungsnot. Um darauf aufmerksam zu machen, kommt es immer wieder zu Demonstrationen. (Archivbild) - keystone

    Basel schiebt dem Vorgehen einen Riegel vor. Seit 2022 ist dort das Wohnschutzgesetz in Kraft, das Leerkündigungen faktisch verhindert.

    Und: Wer in Basel ein Haus sanieren oder abreissen und neu bauen will, muss dafür bei der Stadt eine Genehmigung einholen. Die Mieten dürfen danach nicht beliebig erhöht werden, sondern sind beschränkt.

    Wäre das auch ein Modell für Zürich? Es gibt kritische Stimmen.

    Sollten die Mieten stärker staatlich gedeckelt werden?

    «In Basel wird viel zu wenig saniert», nennt HEV-Direktor Markus Meier im «SRF-Club» eine Folge des Gesetzes.

    Beat Walti Wahl Bundesanwalt
    FDP-Nationalrat Beat Walti will gegen die Wohnungsnot mehr bauen. (Archivbild) - Nau.ch

    Für FDP-Nationalrat Beat Walti ist die einzige Lösung gegen Wohnungsnot und hohe Mieten aber, mehr zu bauen. Gebe es mehr Angebot, diene das der Nachfrage.

    «Markt funktioniert nicht»

    SP-Ständerätin Eva Herzog stimmt der Bau-Idee zwar grundsätzlich zu, spricht sich aber für ein genossenschaftliches Vorgehen aus.

    «Der Markt funktioniert nicht», sagt sie im «SRF-Club». Trotz zahlreicher Bauprojekte in der Niedrigzinsphase seien die Mieten nämlich letztlich nicht gesunken.

    Eva Herzog
    SP-Ständerätin Eva Herzog setzt sich für genossenschaftliches Bauen ein. (Archivbild) - keystone

    Das Basler Gesetz, das Sanierungen und Mietpreise kontrolliert, greift nur, wenn der Leerstand unter 1,5 Prozent liegt.

    Kommentare

    User #1358 (nicht angemeldet)

    Basel ist leider eine absolute Katastrophe das sage ich als Basler Bürger

    User #6812 (nicht angemeldet)

    Basel ist ein Desaster, ein Moloch.

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