Winterthur: Quartier wehrt sich erfolgreich gegen Parkplatz-Abbau

An der Rychenbergstrasse in Winterthur ZH sollen 33 Parkplätze abgebaut werden. Nun haben sich Anwohnende gewehrt – und zwar mit Erfolg.

Das Wichtigste in Kürze
- Anwohnende der Rychenbergstrasse in Winterthur ZH wehren sich gegen den Parkplatzabbau.
- Beim Statthalteramt konnte ein Rekurs mit 95 Unterschriften eingereicht werden.
- Der Entscheid der Behörden freut Mitinitiant Matthias Baumberger.
So wurden auch die Anwohnenden der Rychenbergstrasse ohne vorherige Information oder Anhörung per amtliche Anzeigen im September 2025 vor (fast) vollendete Tatsachen gestellt: 33 blaue Parkplätze sollen für die «Sicherstellung des künftigen Betriebs mit Gelenkbussen» aufgehoben werden.
Unterschriftensammlung stiess auf grosse Resonanz
Für den Rychenbergstrasse-Anwohner, ehemaligen Stadtparlamentarier und heutigen Präsidenten des HEV Winterthur, Matthias Baumberger ein No-go, wie er sich erinnert: «Viele Liegenschaften verfügen über keine Parkplätze auf den Grundstücken, viele sind auf die Spitex und weitere Dienstleister angewiesen, die für ihre Fahrzeuge nah gelegene Parkmöglichkeiten brauchen.»

Zusammen mit zwei Nachbarn sammelte Baumberger Unterschriften von weiteren betroffenen Anstössern und bereitete den Rekurs gegen den Parkplatzabbau vor.
«Das Thema stiess auf grosses Interesse, so dass wir den Rekurs – in Rechtsfragen unterstützt durch den HEV – gegen die geplante Verkehrsanordnung im Oktober 2025 mit 95 Unterschriften beim Statthalteramt einreichen konnten», so Baumberger.
Vorgehensweise mit möglicher Signalwirkung
Am 14. April entschied das Statthalteramt, anstelle der geplanten 33 Parkplätze nur deren vier aufzuheben (Kreuzung von Gelenkbussen). Dies sehr zur Freude der Mitunterzeichnenden des Rekurses.
«Mit dem Ergebnis dürfen wir sehr zufrieden sein, zumal die Frist für einen Weiterzug durch die Stadtbehörde nun verstrichen ist», freut sich auch Matthias Baumberger und ergänzt: «Das Ergebnis zeigt, dass sich ein sachlich, konstruktives und gemeinsames Engagement für die Anliegen eines Quartiers durchaus lohnen kann, gleichzeitig aber auch die Bedürfnisse von Stadtbus berücksichtigt werden konnten.»
Das Vorgehen der Anwohner an der Rychenbergstrasse kann durchaus Signalwirkung auf weitere Quartiere haben, ihre Bedürfnisse falls nötig per Rekurs geltend zu machen.
Dieser Artikel ist zuerst in der «Winterthurer Zeitung» erschienen.








