Stadt Zürich

    Widerstand gegen Zürcher McDonald’s – Hollywood-Star mischt sich ein

    Belinda Schwenter
    Belinda Schwenter

    Zürich,

    Eine geplante McDonald's-Filiale am Zürcher Limmatquai sorgt für Kritik. Sogar Oscar-Preisträgerin Emma Thompson hat die Petition unterschrieben.

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    Im Limmatquai ist eine neue McDonald's-Filialie geplant. - keystone

    Das Wichtigste in Kürze

    • Emma Thompson unterstützt die Petition gegen die geplante McDonald's-Filiale in Zürich.
    • Anwohner warnen vor mehr Lärm, Abfall und Schäden für die Altstadt.
    • Über das Projekt entscheidet nun das Baurekursgericht.

    Die Kritiker einer geplanten McDonald’s-Filiale in Zürich erhalten prominente Unterstützung. Die britische Oscarpreisträgerin Emma Thompson hat eine Petition gegen das Fast-Food-Restaurant am Limmatquai unterzeichnet, wie der «Tagesanzeiger» berichtet.

    In einer E-Mail, die der Zeitung vorliegt, findet die Schauspielerin deutliche Worte. Die Pläne bezeichnet sie als «act of self-harm», also als Akt der Selbstschädigung. Sie hoffe, dass die Verantwortlichen nochmals über die Bücher gehen.

    Thompson habe im vergangenen Jahr im Hotel Storchen übernachtet. Dort habe sie «die seit Jahrhunderten unveränderte Aussicht» auf die Altstadt geniessen können.

    Streit um Filiale am Limmatquai spitzt sich zu

    Geplant ist die neue McDonald’s-Filiale am Limmatquai 48. Eigentümerin der Liegenschaft ist Swiss Life, die bereits einen Mietvertrag mit der Fast-Food-Kette abgeschlossen hat. Doch der Widerstand vor Ort wächst. Ein Anwohnerverein stellt sich klar gegen das Projekt.

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    So sorgen beispielsweise die geplanten Öffnungszeiten für Kritik. «Öffnungszeiten bis spät in die Nacht um 5 Uhr führen zu grossen Lärmproblemen und stören die gesetzliche Nachtruhe.»

    Kritiker warnen auch vor möglichen Veränderungen am denkmalgeschützten Gebäude. Zudem befürchten sie mehr Abfall, höheren Ressourcen- und Energieverbrauch sowie zusätzlichen Verkehr.

    Petition gewinnt an Unterstützung

    Die Petition gegen die Filiale wurde am 5. März lanciert. Mittlerweile haben rund 1600 Personen unterschrieben. Das Ziel liegt bei 2000 Unterschriften.

    Mit Emma Thompson hat der Protest nun eine prominente Unterstützerin an seiner Seite.

    Der Ball liegt derzeit bei den Behörden. Alle Beteiligten warten auf den Entscheid des kantonalen Baurekursgerichts.

    Für den Anwohnerverein ist der Kampf noch nicht vorbei. Simon Staub sagt: «Sollten wir nicht recht bekommen, werden wir den Fall ans Verwaltungsgericht und nötigenfalls bis vor Bundesgericht weiterziehen.» Vorausgesetzt, die finanziellen Mittel reichen aus.

    McDonald’s selbst weist die Kritik zurück. Gegenüber dem «Tagesanzeiger» betont das Unternehmen, dass das Projekt auf den Standort abgestimmt sei. Zudem lägen sämtliche erforderlichen Bewilligungen der zuständigen Ämter vor.

    Kommentare

    User #5168 (nicht angemeldet)

    Alles was von Amerika kommt gehört sanktioniert oder mit min. gleich hohen Zöllen belegt was vom Trömp kommt.

    User #4482 (nicht angemeldet)

    Sorry H&M haben wir auch genug! Flanieren sie mal durch die Altstadt in Winterthur, hier hat es so viele kleine Läden, einfach toll!

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