Street Parade grösstenteils friedlich, trotzdem 30 Festnahmen

906 medizinische Behandlungen, 30 Festnahmen und ein schwer verletzter Mann: Die Street Parade in Zürich verlief weitgehend friedlich.

Das Wichtigste in Kürze
- Schutz & Rettung Zürich behandelte an der Street Parade insgesamt 906 Personen.
- Die Stadtpolizei Zürich nahm 30 Personen wegen verschiedener Straftaten fest.
- Ein 25-Jähriger verletzte sich bei einem Sturz aus sieben Metern Höhe am Kopf.
Hunderttausende Menschen haben am Samstag in Zürich die Street Parade gefeiert.
Für die Einsatzkräfte verlief der Anlass grösstenteils friedlich. Dennoch hatten Polizei und Rettungsdienste alle Hände voll zu tun.
Schutz & Rettung Zürich (SRZ) führte bis zur Schliessung des letzten Sanitätspostens kurz nach Mitternacht insgesamt 906 Behandlungen durch. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr mit 757 Fällen.
Am häufigsten versorgten die Einsatzkräfte Schnitt- und Schürfwunden (263 Fälle). In 223 Fällen waren die Beschwerden auf Alkoholkonsum zurückzuführen. Weitere häufige Gründe waren Insektenstiche sowie Prellungen und Stauchungen.

Auch die hohen Temperaturen machten sich bemerkbar. Mehrere Personen litten unter Kopfschmerzen, Kreislaufproblemen oder Sonnenstichen.
128 Personen mussten zur weiteren Behandlung oder Überwachung in eine Notunterkunft gebracht werden. Im Vorjahr waren es 95.
45 Patientinnen und Patienten wurden von den Sanitätsposten zur weiteren Abklärung oder Behandlung in ein Spital gebracht. Das sind weniger als im Vorjahr (54).
30 Personen an Street Parade festgenommen
Auch die Stadtpolizei Zürich zieht eine grundsätzlich positive Bilanz der Street Parade. Wegen verschiedener Straftaten wurden 30 Personen festgenommen, darunter zwei Frauen.
Die Festnahmen erfolgten unter anderem wegen Diebstahls, Betäubungsmittelhandels und Körperverletzungen. Zudem gab es Verstösse gegen das Ausländer- und Integrationsgesetz.
Bei den Kontrollen stellte die Polizei etwas mehr als 50 Gramm Amphetamin sicher. Dazu über 40 Gramm Ketamin, rund 20 Gramm Kokain und mehr als 100 Ecstasy-Pillen.
14 Personen mussten wegen übermässigen Alkohol- und/oder Drogenkonsums in die Zürcher Ausnüchterungs- und Betreuungsstelle ZAB gebracht werden.
25-Jähriger stürzt sieben Meter
In der Nacht kam es zudem zu einem schweren Unfall. Kurz nach 1.15 Uhr stürzte ein 25-jähriger Mann an der Schanzengasse rund sieben Meter von einer Bahnhofüberführung auf den darunterliegenden Perron.
Dabei zog er sich erhebliche Verletzungen am Kopf zu. Warum der Mann stürzte, ist noch unklar. Laut Polizei gibt es derzeit keine Hinweise auf ein Delikt.
Am Abend und in der Nacht gingen zudem vermehrt Meldungen über Auseinandersetzungen, Tätlichkeiten und Körperverletzungen ein. Schwere Verletzungen wurden dabei bislang nicht gemeldet.
Schwimmer aus dem Wasser gewiesen
Auch auf dem Wasser hatten die Einsatzkräfte rund um die Street Parade einiges zu tun. Mehrere Schwimmer mussten rund um die Quaibrücke, den Schanzengraben und die Limmat aus dem Wasser gewiesen werden.
Kurz nach Mittag wurde zudem ein Schwimmer bei der Wühre gerettet, der in Not geraten war. Unterstützt wurde die Wasserschutzpolizei von mehreren Seerettungsdiensten und Rettungsschwimmern der Schweizerischen Lebensrettungsgesellschaft.
Die Polizei musste ausserdem gegen illegale Händler vorgehen. Spezialisten der Verwaltungspolizei stellten acht Verzeigungen aus. Mehrere Restaurants wurden wegen Beschallung des Aussenbereichs abgemahnt.
Trotz der grossen Menschenmengen und der Hitze mussten am frühen Abend lediglich vorübergehend Massnahmen zur Steuerung der Besucherströme ergriffen werden. Die Stadtpolizei und SRZ bewerten den Einsatz insgesamt als erfolgreich.














