Unkontrollierte Explosion in Illnau ZH – Kapo informiert

In Illnau-Effretikon ZH gab es einen lauten Knall. Eine gewerbliche Sprengfirma wollte mehrere Hundert Kilo Sprengmittel abbrennen.
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Das Wichtigste in Kürze
- Am Mittwochmittag kam es in Illnau-Effretikon ZH zu einem lauten Knall.
- Er war sogar bis nach Zürich zu hören.
- Eine Sprengfirma soll Sprengstoff vernichtet haben– dies löste eine Explosion aus.
In Illnau-Effretikon ZH kam es am Mittwochmittag zu einer Explosion. «Ein extrem lauter Knall war bis nach Zürich zu hören», berichtete ein Nau.ch-Reporter.
Jetzt ist die Ursache klar: Eine gewerbliche Sprengfirma wollte laut Polizeiangaben Sprengstoffe vernichten. Das teilt die Kantonspolizei Zürich mit. Eigentlich sollten mehrere Hundert Kilo Sprengmittel kontrolliert abbrennen, doch es kam zu einer unkontrollierten Explosion.
Der Unfall ereignete sich kurz nach 13 Uhr auf dem Gelände der Versuchs- und Schulungsanlage Tätsch, die im Weiler Luckhausen liegt. Zur Explosion kam es bei der ordentlichen Entsorgung von mehreren Hundert Kilogramm Sprengmitteln, wie die Kantonspolizei Zürich am Mittwochnachmittag mitteilte. Das Gelände dient der Erprobung von Sprengtechnik und der Durchführung von Brandschutzübungen.
Diese löste starke Druckwellen in der gesamten Region aus und führte zu mehreren Schäden. Das Ausmass dieser Schäden könne noch nicht beziffert werden, teilte die Kantonspolizei am Mittwochabend mit.
Zwei Mitarbeiter der Firma wurden bei dem Unfall verletzt, konnten die medizinische Untersuchung jedoch bereits verlassen. Sie werden nun von der Polizei befragt.
In der Nähe der Explosion sind mehrere Fensterscheiben kaputtgegangen. Auch Hausdächer wurden durch den Knall eingedrückt.
Anwohner Markus Ochsner (52) beschreibt die Szenen gegenüber dem Nau.ch-Reporter so: «Es hat einen saumässigen Chlapf gegeben.» Das ganze Haus habe gezittert. Zuerst habe er an einen Überschallknall gedacht.

Von der naheliegenden Versuchs- und Schulungsanlage «Tätsch» sei man sich an Sprengversuche gewohnt. «Unregelmässig knallt es mal, aber eigentlich nicht so laut», sagt Ochsner.
Doch eine so heftige Explosion wie heute habe es noch nie gegeben.
Auch eine Nau.ch-Leserin aus Gutenswil im Zürcher Oberland berichtet: «Ich habe sogar bis hier die Druckwelle gespürt.»

Auf Anfrage bestätigt die Kantonspolizei Zürich einen Einsatz aufgrund eines Knalles im Raum Illnau-Effretikon. Sie bestätigt zudem, dass die Versuchs- und Schulungsanlage «Tätsch» betroffen ist.
Nebst der Kantonspolizei Zürich stehen auch die Sanität und das Forensische Institut im Einsatz. Wie der Nau.ch-Reporter berichtete, war zudem ein Helikopter der Kapo Zürich vor Ort.
Die Kantonspolizei Zürich untersucht die genaue Unfallursache in Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft.












