Kanton Zürich: Päckli-Kurier schickte geklaute Ware nach Bosnien

Ein Päckli-Kurier klaute zahlreiche Paketsendungen und schickte den Inhalt überwiegend in seine Heimat Bosnien. Nun kassiert er eine Landesverweisung.

Von Mitte Juli bis November 2022 arbeitete ein 38-jähriger Mann aus Bosnien für eine Transportfirma. Diese lieferte im Auftrag der Schweizerischen Post Pakete an Kundinnen und Kunden aus.
In dieser Zeit öffnete der Mann systematisch verschlossene Pakete – insgesamt 43. Die gestohlenen Gegenstände verkaufte der 38-Jährige teilweise weiter. Andere Artikel schickte er in seine Heimat nach Bosnien.
Die meisten Sendungen enthielten elektronische Geräte. Besonders Fernseher hatten es dem Bosnier angetan.
Der Gesamtwert der gestohlenen Artikel überstieg laut «20 Minuten» 100'000 Franken.
Das Bezirksgericht Zürich verurteilte den Mann im Juni 2024. Er erhielt eine bedingte Freiheitsstrafe von 13 Monaten. Zusätzlich verhängte das Gericht eine Busse von 1000 Franken und eine fünfjährige Landesverweisung.
Die Verurteilung erfolgte wegen gewerbsmässigem Diebstahl sowie Strassenverkehrs- und Drogendelikten.

Der verheiratete Mann ist grundsätzlich geständig. Dennoch zog er das Urteil an das Zürcher Obergericht weiter. Hauptsächlich wehrte sich der Bosnier gegen die Landesverweisung.
Das Obergericht bestätigt nun die Strafe des Bezirksgerichts mehrheitlich, wie «20 Minuten» berichtet. Die bedingte Freiheitsstrafe von 13 Monaten bleibt bestehen. Lediglich bei der Busse zeigt sich das Obergericht milder. Statt 1000 Franken muss der Verurteilte nun 800 Franken zahlen.
Die fünfjährige Landesverweisung bestätigt das Obergericht vollumfänglich.





