Juckerfarm: Unwetter zerstört 90 Prozent der Wassermelonen-Ernte

Landwirtinnen und Landwirte haben es momentan nicht leicht. Die Hitzewelle setzt den Feldern zu. Auf der Juckerfarm kam nun auch noch ein Hagelsturm dazu.

Das Wichtigste in Kürze
- Unter der anhaltenden Hitze und Trockenheit leidet auch die Schweizer Landwirtschaft.
- Auf der berühmten Zürcher Juckerfarm zerstörte nun ein Hagelsturm die Wassermelonenernte.
- 14 Tonnen Wassermelonen sind futsch, der finanzielle Schaden ist hoch.
Die Schweizer Landwirtschaft hat momentan zu kämpfen.
Hitzewelle und Trockenheit setzen besonders den Feldern stark zu. «Der Einfluss einer anhaltenden Trockenheit auf die Landwirtschaft ist gross», sagte der Schweizer Bauernverband unlängst gegenüber Nau.ch.
Und auch Tierfutter wird derweil immer teurer. Das führt zu einer veritablen Preisexplosion auf dem Tierfuttermarkt. 100 Kilogramm Heu kosten dort bereits 40 Prozent mehr als noch im Winter.
Hitze eigentlich optimal
Eine Ackerkultur, der das heisse und trockene Wetter derweil nichts ausmacht, ist die Wassermelone. Für sie wären die aktuellen Bedingungen optimal.
Das weiss man auch auf der Juckerfarm, die für ihre Kürbisausstellungen bekannt ist. Dort werden in Rafz ZH seit 2018 tonnenweise Wassermelonen angebaut.
Doch das Wetter machte der Juckerfarm einen gewaltigen Strich durch die Rechnung. Denn: Am 30. Juni zog ein Unwetter mit starkem Hagel über die Wassermelonenfelder hinweg.
«Es wurden zirka 14 Tonnen Wassermelonen vernichtet»
Dabei wurde ein Grossteil der Wassermelonen-Ernte zerstört, wie die Juckerfarm gegenüber Nau.ch erklärt: «Starkregen und schwerer Hagel vernichteten zirka 90 Prozent des gesamten Wassermelonenbestandes.»

Die Hagelkörner hätten das für die Wassermelonen schützende Laub vernichtet. «Die Schale der Melonen wurde verletzt. Teilweise wurden die Melonen von der Wucht der Hagelkörner regelrecht zerfetzt.»
Die Ernteausfälle sind massiv, wie die Juckerfarm erklärt: «Es wurden zirka 14 Tonnen Wassermelonen vernichtet.»
«Mehrere zehntausend Franken Ernteausfall»
Betroffen seien aber auch andere Kulturen gewesen. Darunter Heidelbeeren, die zu 70 bis 80 Prozent vernichtet wurden. Und ebenso einige Parzellen mit Kürbis.

Wie gross der Schaden finanziell sei, lasse sich noch nicht abschliessen beziffern. Aber: «Es handelt sich um mehrere zehntausend Franken Ernteausfall.»
Dazu kämen Zusatzkosten, «weil wir gewisse Produkte nun von extern zukaufen müssen, um unsere Lieferantenvereinbarungen einhalten zu können».
Das Problem: «Da Wassermelonen eher selten in der Schweiz angebaut werden, können wir hier nicht mit Zukäufen abfedern. Der Umsatzverlust ist hier für diese Saison endgültig.»









