Stadt Zürich

    Jelmoli hat seine Tore endgültig geschlossen

    Nico Leuthold
    Nico Leuthold, Stephan Felder

    Zürich,

    Jelmoli hat nach über 125 Jahren endgültig seine Türen geschlossen – ein historischer Abschied für Zürich.

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    Der letzte Tag von Jelmoli: Was die Kunden zum Aus des Traditionshauses sagen. - Nau.ch/Nico Leuthold

    Das Wichtigste in Kürze

    • Jelmoli öffnete am Freitag letztmals die Türen, dann ist endgültig Schluss.
    • Die Kunden zeigen sich betrübt über die Schliessung des Traditionshauses.
    • Manor zieht bis 2027 in den Glaspalast ein.

    Jetzt ist es vorbei: Jelmoli hat seine Türen dicht gemacht. Zum Abschluss flossen Tränen.

    Das älteste Zürcher Warenhaus öffnete am Freitag zum letzten Mal seine Türen. Der Glaspalast hat Zürich über 125 Jahre lang geprägt.

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    Jelmoli hat seine Tore endgültig geschlossen. - nau.ch

    Ursprünglich war die Schliessung des ältesten Zürcher Warenhauses bereits für Ende 2024 geplant. Es wurden dann noch zwei Monate angehängt, nun ist aber definitiv Schluss.

    «Ein Trauerspiel»

    Nau.ch ist beim Ende der Ära dabei. Und trifft auf viele Kunden, bei denen die Stimmung an diesem letzten Tag gedrückt ist.

    «Ein Trauerspiel» sei die Schliessung, meint Heinz. «100 Jahre Geschichte, einfach tot. Das macht mich sprachlos.» Jelmoli sei nicht ersetzbar.

    Wirst du den Jelmoli in Zürich vermissen?

    Auch Anita ist traurig: «Sehr schade» sei das Aus von Jelmoli. Ihr Partner Gregor empfindet die Schliessung als «typisch für die moderne Zeit.» Alles, was Lebensfreude mache, werde einfach liquidiert.

    Schnäppchenjäger kommen auf ihre Kosten

    Marisa trauert der Erinnerung an frühere Zeiten nach. «Es war immer sehr schön im Jelmoli. Es ist einfach sehr schade.»

    Das Traditionshaus sei «ein Stück Zürich» gewesen – das geht nun verloren.

    Im Innern des Warenhauses kommen Schnäppchenjäger an diesem letzten Tag auf ihre Kosten. Es gibt (alte) iPhones für 75 Franken, Weihnachtskugeln für 50 Rappen.

    Einige Produkte werden auch kostenlos angeboten.

    Das Genick gebrochen hat Jelomi unter dem Strich das veränderte Konsumverhalten der Kunden. Die rasante Zunahme des Online-Shoppings führte zu schwindenden Umsätzen im Warenhaus – und letztlich zur Schliessung.

    Nun ist geplant, das Warenhaus umzubauen und an die aktuellen Marktanforderungen anzupassen.

    Manor folgt auf Jelmoli

    Bis 2027 wird Manor in den Glaspalast umziehen und dort eine Fläche von 13'000 Quadratmetern auf drei Etagen beziehen. Auf der Dachterrasse ist die Eröffnung eines Restaurants geplant.

    Mit dem Einzug von Manor ist die Hälfte des «neuen» Jelmoli-Hauses vermietet. Die restliche Fläche wird für Büroflächen in den oberen Etagen sowie ein Gastronomie- und Freizeitangebot genutzt.

    Der Name Jelmoli aber wird verschwinden.

    Kommentare

    User #5968 (nicht angemeldet)

    Bleibt zu hoffen, dass der Heimatschutz jeglicher Veränderung an der Fassade eine Absage erteilt. Das Haus soll zumindest bleiben, wie es ist.

    User #5198 (nicht angemeldet)

    Ich wurde nie warm mit Jelmoli. Als ich mal was bestellen wollte ging das angeblich nicht und als ich eine Kundenkarte machen lassen wollte, wurde mein Wunsch ignoriert. Da ich mir nie etwas zu schulden habe kommen lassen und es somit keinen Grund für die Ablehnung gab habe ich mich umorientiert und nie wieder ein Jelmoligeschäft betreten.

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