Zoo Zürich: Giraffenbulle Obi wurde eingeschläfert

Der Giraffenbulle des Zoos Zürich ist tot. Der Zoo hat Obi einschläfern lassen, nachdem er sich eine schwerwiegende Beinverletzung zugezogen hatte. Der Bulle war erst im Oktober 2025 nach Zürich gekommen und hätte für Nachwuchs sorgen sollen.

Der Giraffenbulle habe nicht mehr selbständig aufstehen können, teilte der Zoo Zürich am Mittwoch auf seiner Website mit. Trotz tierärztlicher Behandlung habe sich sein Zustand zunehmend verschlechtert.
Die Verletzung hatte sich Obi am 17. April zugezogen. Wie sie entstanden ist, ist unklar. Seither habe er sein Vorderbein nicht mehr richtig belasten können. Giraffen müssten aber die meiste Zeit stehen, da längeres Liegen zu gesundheitlichen Problemen führe.
Eine erfolgversprechende Therapie habe es nicht gegeben, schreibt der Zoo Zürich. Auch Versuche, dem Tier das Aufstehen zu erleichtern, scheiterten.
Aus Gründen des Tierwohls habe der Zoo sich schliesslich dazu entschieden, Obi einzuschläfern.
Der Giraffenbulle war erst im Oktober 2025 in Zürich angekommen. Der potenzielle Zuchtbulle traf auf drei Weibchen. Vier Jahre hatte der Zoo zuvor auf einen Bullen warten müssen. Dies auch, weil Giraffen in den Zoos des europäischen Erhaltungszuchtprogramms (EEP) kaum gezüchtet worden seien.
Wie es nun weitergeht, ist offen. Der Zoo wartet auf eine Empfehlung des Zuchtbuchkoordinators des EEP für einen neuen Bullen, der zukünftig mit den drei Weibchen in Zürich leben und für den Arterhalt sorgen darf.




