Stadt Zürich

    Chef verkündete grosse Pläne – jetzt sind weitere Claire's zu

    Rowena Goebel
    Rowena Goebel, Bettina Zanni

    Zürich,

    Noch vor wenigen Monaten betonte der Chef von Claire’s, er habe grosse Pläne für die Billig-Schmuck-Kette. Jetzt sind weitere Filialen zu – und er schweigt.

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    Jetzt ist es auch für die Claire's-Filiale am Zürcher Hauptbahnhof vorbei. - Nau.ch/Bettina Zanni

    Das Wichtigste in Kürze

    • Claire’s schliesst Filialen in Zürich, Freiburg und Interlaken.
    • Der chinesische Händler Miniso übernimmt den Standort am Zürcher Hauptbahnhof.
    • Mehrere Mitarbeitende warten seit Monaten auf ihren Lohn. Claire’s hatte noch vor wenigen Monaten grosse Pläne verkündet.

    Der Schmuckhändler Claire's steckte lange in der Krise – viele Filialen gingen zu.

    Das US-Business ist inzwischen komplett vom europäischen Teil abgetrennt und musste zahlreiche Läden schliessen. In Europa ging Claire's in einigen Ländern Konkurs.

    Dann sprang der französische Investor Julien Jarjoura ein. Er hat die Niederlassungen in der Schweiz, Österreich, Frankreich, Spanien und Portugal übernommen. Er wollte die Marke retten, wie er versprach. Und trotzdem ging es weiter mit den Schliessungen.

    Würdest du Claire's vermissen?

    Im April traf es die grosse Filiale in der Berner Marktgasse. Damals versprach der CEO bei Nau.ch aber exklusiv, weitere Schliessungen seien nicht geplant. Er stellte sogar ausführlich seine Zukunftspläne für die Marke vor – inklusive Produktepräsentation.

    Zürich, Freiburg und Interlaken BE jetzt auch zu

    Doch inzwischen, nur wenige Monate später, sieht es wieder ganz anders aus: Wie Nau.ch weiss, sind seither weitere Filialen zugegangen. Darunter jene am Zürcher Hauptbahnhof, die in Freiburg und jene in Interlaken BE.

    In Zürich zieht sogar bereits der Nachmieter ein: Der chinesische Händler Miniso, wie die SBB auf ihrer Webseite schreibt. Die Kette gibt es seit Mai in der Schweiz – die erste Filiale wurde im Berner Einkaufszentrum Westside eröffnet.

    Das Konzept ist ähnlich wie das, was Claire’s eigentlich geplant hatte: Im Farbschema pastellrosa und hellblau gibt es Gesichtsmasken und andere Kosmetikprodukte, und zusätzlich japanisch inspirierte Snacks, Süssigkeiten und Geräte.

    Weniger ist über das Schicksal der Claire’s-Filiale im Berner Oberländer Touristenort Interlaken bekannt. Auf ihrem Google-Profil heisst es, sie sei vorübergehend geschlossen.

    Nau.ch liegen Bilder von der geschlossenen Filiale in Freiburg vor. Auch dazu ist jedoch nicht viel bekannt.

    Angestellte haben seit Monaten keinen Lohn erhalten

    Ausser: Vor wenigen Wochen zeigte eine Recherche des Westschweizer Radio und Fernsehen RTS: Mehrere Angestellte haben seit mehreren Monaten kein Gehalt erhalten.

    Eine Filialleiterin aus der Westschweiz gab an, im Mai zum letzten Mal bezahlt worden zu sein.

    Der CEO von Claire’s Schweiz, Julien Jarjoura, schweigt zu den bei RTS veröffentlichten Vorwürfen und zu den neuen Schliessungen. Eine Anfrage von Nau.ch lässt er unbeantwortet.

    Bleibt offen, ob Claire’s nun nicht doch ganz aus der Schweiz verschwindet …

    Kommentare

    User #9424 (nicht angemeldet)

    Kenne den Laden nicht

    User #9477 (nicht angemeldet)

    Man kann auch nicht jeden billige ware andrehen der Kunde wird schon wissen warum.

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