Brandschutz am Zürcher HB ungenügend – Personal hält Brandwache

Im Zürcher Hauptbahnhof ist der Brandschutz derzeit nur eingeschränkt gewährleistet. Bis zur Sanierung ersetzt nun eine Brandwache die marode Technik.

Das Wichtigste in Kürze
- Die Sprinkleranlage am Zürcher Hauptbahnhof muss bis 2028 ersetzt werden.
- Derzeit erfüllt sie die Brandschutzvorgaben der kantonalen Gebäudeversicherung nicht mehr.
- Deshalb wird der Bereich derzeit von geschultem Personal überwacht.
500'000 Passagiere durchqueren jeden Tag den Zürcher Hauptbahnhof. Das 1893 eröffnete Bauwerk gilt damit als meistfrequentierter Bahnhof der Schweiz.
Zwar wurde der Bahnhof seit seiner Eröffnung mehrfach saniert. Doch in Sachen Brandschutz besteht offenbar Nachholbedarf. Bis 2028 muss die Sprinkleranlage ersetzt werden – also bereits in zwei Jahren.
Der Grund: Die bestehende Anlage erfüllt die Vorgaben der kantonalen Gebäudeversicherung nicht mehr.
Doch nicht nur die Sprinkleranlage ist heruntergekommen, wie «CH Media» schreibt. Insgesamt soll der städtische Teil des Bahnhofs ab Mitte 2028 bis Juni 2029 umfassend saniert werden. Kostenpunkt: 14 Millionen Franken.
Auch Ladenpassage betroffen
Eine Spur von Zeitdruck unterstreicht den Bericht der Stadt Zürich zur Wahl des Planerteams. Damit man die Vorgaben innert Frist umsetzen könne, müssten nun Lösungen gefunden werden.
Denn die Brandschutzmassnahmen betreffen auch die Ladenpassage «Shopville» unter dem Bahnhof. Über 200 Restaurants, Läden und Dienstleistungsbetriebe sind dort angesiedelt.
Im Bericht heisst es entsprechend mahnend, «allenfalls müssten bestimmte Massnahmen vorgezogen werden».
Denn für die langfristige Nutzung der temporären Stände im «Shopville» ist ein funktionierender Brandschutz unabdingbar.
Brandwache statt Technik
Gegenüber «CH Media» erklärt das Stadtzürcher Hochbaudepartement, die Sprinkleranlage sei zwar grundsätzlich noch funktionstüchtig. Doch das System entspreche nicht mehr dem heutigen Stand der Technik.
Insbesondere die Elektrotrassen – also die Kabelkanäle an den Decken – müssten ersetzt werden.
Bis der Brandschutz wieder vollumfänglich gewährleistet ist, kommt deshalb eine Übergangslösung zum Einsatz: Geschultes Personal patrouilliert durch den Bereich und überwacht ihn laufend.









