Stadt Zürich

An Stadtzürcher Gebäuden befinden sich 1859 Brutstandorte

Keystone-SDA Regional
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Zürich,

Mauersegler, Rauchschwalbe, Alpensegler und Mehlschwalben: Diese Vogelarten brüten an Gebäuden. In der Stadt Zürich haben Freiwillige hunderte Brutstandorte gefunden und dokumentiert.

Bei den Mauerseglern ging der Bestand in der Schweiz zuletzt zurück, auch wegen Mangels an Nistnischen an Gebäuden. (Archivbild)
Bei den Mauerseglern ging der Bestand in der Schweiz zuletzt zurück, auch wegen Mangels an Nistnischen an Gebäuden. (Archivbild) - KEYSTONE/GAETAN BALLY

Insgesamt sind bei der Stadt nun 1859 Brutstandorte registriert. Die Mauersegler sind am meisten verbreitet, wie die Stadt Zürich am Freitag mitteilte. 1176 Brutpaare sind erfasst. Alpensegler und Mehlschwalbe kommen auf je 190 Paare, Rauchschwalben, Dohlen und Turmfalken seien in Zürich seltener vertreten.

An den Brutstandorten nisten jeweils mehrere Dutzend Paare, eigentliche Kolonien, wie es in der Mitteilung heisst. Nicht alle Standorte sind aber besetzt, nur bei 712 kann das sicher gesagt werden.

Einige der Standorte waren bereits registriert. Die Freiwilligen fanden zwischen 2023 und 2025 aber noch weitere: 354 von Mauerseglern, 24 von Alpenseglern, 15 von Mehlschwalben sowie 23 von Rauchschwalben.

Privatpersonen können ihre Beobachtungen auf einer neuen Meldeplattform online eintragen. Die Daten aus der Meldeplattform fliessen periodisch in das städtische Gebäudebrüter-Inventar ein und unterstützen die Fachstelle von Grün Stadt Zürich dabei, gezielte Schutzmassnahmen für die gefährdeten Brutplätze zu planen.

Grundeigentümerinnen und Grundeigentümer sind gesetzlich verpflichtet, Brut- und Nistplätze von Gebäudebrütern zu schützen und diese auch bei Bauprojekten zu berücksichtigen.

Die Zahlen bei den Mauerseglern sowie bei den Rauch- und Mehlschwalben waren in der Schweiz zuletzt rückläufig. Als Grund für den Rückgang dieser Arten nannte die Organisation Birdlife kürzlich den Mangel an Nistnischen an Gebäuden und an Insekten im Siedlungsraum.

Auch die Stadt Zürich machte solche Beobachtungen. Alle entdeckten Gebäudebrüterarten würden als potenziell gefährdet gelten. Ihre Brut- und Nistplätze gingen bei Sanierungen oder Bauarbeiten häufig verloren. Mauersegler und Alpensegler brüten in kleinen Spalten hinter Dächern, Fassaden oder unter Dachrinnen – meist unsichtbar Die erfassten Bestände im Gebäudebrüter-Inventar stellten deshalb nur Minimalwerte dar.

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