Zürcher Regierungsrat beantragt 365 Millionen für Tram Affoltern

Das Tram Affoltern kommt ins Rollen: Der Zürcher Regierungsrat beantragt dem Kantonsrat einen Betrag von 365,5 Millionen Franken. Die Inbetriebnahme der neuen Tramlinie ist ab 2032 vorgesehen.

Als nächstes wird sich der Kantonsrat mit der Kreditvorlage befassen. Falls das Referendum gegen den Entscheid ergriffen wird, kommt die neue Tramverbindung noch vors kantonale Stimmvolk.
Die gesamten Kosten belaufen sich auf 560 Millionen Franken, wie der Kanton am Donnerstag mitteilte. Neben dem Kanton beteiligt sich auch der Bund mit einem Betrag von 103,8 Millionen Franken. Die Stadt Zürich beantragte bereits im Oktober 2025 dem Parlament einen Kredit von rund 160 Millionen Franken.
Zudem leistet die Stadt einen zusätzlichen Beitrag von 60 Millionen Franken – um den kantonalen Beitrag entsprechend zu senken. Dies führte dazu, dass das Tram doch bereits ins Rollen kam, denn der Kanton hatte das Projekt ursprünglich aus finanziellen Gründen zurückgestellt. Der städtische Beitrag kommt noch vors Stimmvolk.
Die knapp vier Kilometer lange Neubaustrecke entlang der Wehntalerstrasse soll das städtische Tramnetz ergänzen. Mit dieser Verlängerung der Tramlinie 11 erhalte Affoltern eine direkte Verbindung zum Hauptbahnhof und in die Innenstadt.
Zudem würden Trams eine deutlich höhere Kapazität gegenüber den heute eingesetzten Doppelgelenkbussen bieten. Denn langfristig könne die bereits stark ausgelastete Trolleybuslinie 32 den prognostizierten Anstieg der Fahrgäste nicht mehr bewältigen.
Neben dem Neubau der Strecke sollen die Wehntalerstrasse und verschiedene Quartierzentren auch städtebaulich aufgewertet werden.





