Winterthurer Stimmberechtigte sagen Ja zum «Schützi»-Ausbau

Die Winterthurerinnen und Winterthurer sagen Ja zum Ausbau der «Schützi», dem einzigen reinen Fussballstadion im Kanton Zürich: Der Ja-Stimmenanteil betrug 75,4 Prozent.

Für den Ausbau stimmten 28'346 Winterthurerinnen und Winterthurer, dagegen waren 9224. Die Stimmbeteiligung lag bei 53 Prozent. Das Ja ermöglicht den Ersatzneubau der beiden Stirntribünen sowie den Bau eines neuen Betriebs- und Garderobengebäudes gleich neben dem Stadion.
Weiterhin mit «Sirupkurve»
Mit den neuen Stirntribünen haben fast alle Fans ein Dach über dem Kopf, auch jene in der Bierkurve und die Gästefans. Einzig ein Teil der Sitzplätze auf der Haupttribüne bleibt noch ungedeckt. Die maximale Zuschauerzahl wird von 8700 auf 9900 Personen erhöht. Trotz Modernisierung wird es auch künftig die Cüpli-Bar «Salon Erika» und die «Sirupkurve» geben, die Kinderzone mit Gratis-Sirup.
Das Projekt kostet 35,1 Millionen Franken. Der FC Winterthur beteiligt sich daran mit 2,6 Millionen Franken. Weil vom kantonalen Sportfonds weitere 3,8 Millionen kommen, bleiben für die Steuerzahlerinnen und Steuerzahler noch 28,7 Millionen Franken.
Die Vorlage war politisch unbestritten, obwohl das Geld in der zweitgrössten Stadt des Kantons wieder einmal knapp ist. Die Stadt und der FC Winterthur betonten, dass der Ausbau nötig sei, um langfristige Lizenzanforderungen der Swiss Football League erfüllen zu können. Ohne diesen Ausbau drohe der Verlust der Profilizenz, unabhängig von der Liga, in welcher der FCW spiele.
Spielbetrieb lauft während Bau weiter
Die Bauarbeiten sollen 2027 starten und bis 2029 dauern. Grundsätzlich läuft der Fussballbetrieb während der Bauarbeiten weiter. Zeitweise werden bis zu 2300 Fans aber in einem anderen Stadionbereich untergebracht.Die alte Haupttribüne wird mit diesem Entscheid noch nicht umgebaut. Sie gehört zum separaten Projekt «Parzelle Schützenwiese», das erst ab 2030 umgesetzt werden soll.




