Stadt Zürich

    Besetzer des Zürcher Lindenhofs hinterlassen 2,2 Tonnen Abfall

    Keystone-SDA Regional
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    Zürich,

    Die Besetzerinnen und Besetzer des Lindenhofs in Zürich haben 2,2 Tonnen Abfall hinterlassen. Die Entfernung von Sprayereien dürfte bis zu 40'000 Franken kosten. Wer für die Besetzung am letzten Augustwochenende verantwortlich war, weiss der Stadtrat nicht.

    Am letzten Augustwochenende besetzte die linksextreme Szene den Lindenhof in Zürich. Sie hinterliess 2,2 Tonen Abfall und Sprayereien. (Archivbild)
    Am letzten Augustwochenende besetzte die linksextreme Szene den Lindenhof in Zürich. Sie hinterliess 2,2 Tonen Abfall und Sprayereien. (Archivbild) - KEYSTONE/CLAUDIO THOMA

    23 Lärmklagen gingen damals bei der Polizei ein, wie der Stadtrat in einer Antwort auf eine dringliche schriftliche Anfrage aus dem Stadtparlament schreibt. Daraufhin hätten die ausgerückten Einsatzkräfte den Lindenhof zuerst abgesperrt.

    Aus Gründen der Verhältnismässigkeit habe es aber keine polizeiliche Intervention gegen die Veranstaltung und keine Personenkontrollen gegeben. «Bussen wegen Lärmbelästigung wurden nicht ausgestellt», heisst es weiter.

    Von den Sprayereien seien einige private Eigentümer betroffen, viele hätten aber noch keine Strafanzeige gestellt. Diese müsste sich wohl gegen Unbekannt richten, denn «die verantwortlichen Personen hinter der Besetzung sind der Stadt nicht namentlich bekannt».

    Eine Rechnungsstellung sei nicht möglich. Die Stadt rechnet auch mit einer Schädigung der historischen Bausubstanz bei der Entfernung von Graffiti bei einigen denkmalgeschützten Häusern.

    Keine Jugendschutzkontrollen

    Die 30 unterzeichnenden Ratsmitglieder um Martina Zürcher (FDP) und Karin Weyermann (Mitte) stellten auch Fragen zum «Postsquat», der geduldeten Besetzung eines ehemaligen Postgebäudes in Wipkingen. Dieses gehört seit dem 1. Mai 2026 der Stadt Zürich. Unter anderem sollte der Stadtrat sagen, wie es um Brandschutzkontrollen und den Jugendschutz steht.

    Letzterer wird nicht kontrolliert. «Ob und an wen alkoholhaltige Getränke abgegeben oder verkauft werden, ist nicht bekannt», heisst es in der Antwort. Für die Post Wipkingen sei kein Gastwirtschaftspatent beantragt worden. Wirten ohne Patent wäre zwar eine Übertretung, doch «das notwendige Polizeiaufgebot für eine sicher durchführbare Kontrolle steht in keinem Verhältnis zum möglichen Delikt».

    Feuerpolizei kontrolliert besetztes Haus

    Anders sieht es offenbar beim Brandschutz aus. «Aufgrund eines Hinweises der Kantonalen Gebäudeversicherung (GVZ) hat Schutz & Rettung am 6. März 2026 mit Vertretenden des Postsquat eine Kontrolle durchgeführt», schreibt der Stadtrat. Im August fand eine Begehung der Feuerpolizei statt, «mit drei Vertretenden des Postsquat». Dabei seien die umgesetzten Brandschutzmassnahmen als Folge einer Kontrolle vom 1. März beurteilt worden. Der Rapport stehe aber noch aus.

    Auch die Brandkatastrophe von Crans-Montana VS bringen die Parlamentarierinnen und Parlamentarier ins Spiel. Schliesslich trage die Stadt als Eigentümerin die Verantwortung, wenn etwas Schlimmes passieren sollte. Auch dazu verweist der Stadtrat auf die Kontrollen, die mindestens jährlich stattfinden sollen.

    Die Vertreterinnen und Vertreter des Postsquat hätten zudem ein Memorandum unterzeichnet, das Nutzung und Personenbelegung festhalte. Persönlich verantwortlich wären Mitglieder des Stadtrats oder der Verwaltung nur, wenn sie vorsätzlich oder grob fahrlässig handelten, heisst es weiter.

    Sprunghafte Szene

    In einer früheren Antwort sprach der Stadtrat davon, dass die linksextreme Szene einzelne besetzte Objekte als Versammlungsort nutze. Eine Antwort, welche diese sind, blieb der Stadtrat aber schuldig. In der neuen Anfrage wurde er aufgefordert, diese zu benennen.

    «Eine Nennung hätte eine sehr begrenzte Gültigkeitsdauer und ist daher nicht zielführend», hält der Stadtrat fest. Die Szene sei dynamisch, volatil und konspirativ und nutze Liegenschaften «sprunghaft». Lägen Hinweise auf Delikte oder Gefährdungen vor, handle die Stadtpolizei aber, versichert der Stadtrat.

    Kommentare

    User #4020 (nicht angemeldet)

    Die Armseligkeit der linken Seite ist kaum zu übertreffen!!

    Kibiz

    So geht Faschismus 2026. Gleiches Muster wie 1922 in Italien und 1933 in Deutschland. Offener Terror, und Hilflosigkeit der Demokrat:innen.

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