«Jetzt wird's creepy»: Bettina Ramseier kämpft gegen Fake-Profile

SRF-Moderatorin Bettina Ramseier wird auf Instagram immer wieder von Betrügern kopiert. Die Fake-Accounts versenden angebliche Anlage-Tipps.

Das Wichtigste in Kürze
- Bettina Ramseier wird auf Instagram von Fake-Profilen kopiert.
- Die Fälschungen verschicken Nachrichten mit angeblichen Anlage-Tipps.
- Meta reagiert kaum auf die Meldungen der Moderatorin.
Bettina Ramseier öffnet Instagram und sieht plötzlich sich selbst. Oder besser gesagt eine Kopie von sich. Das Profilbild stimmt, der Name fast auch, nur ein Unterstrich am Ende verrät, dass etwas nicht stimmt.
Dahinter steckt ein Fake-Account. Wieder einmal.
Die «Kassensturz»-Moderatorin wird seit Wochen von Betrügern imitiert. Kaum ist ein Fake gelöscht, taucht der nächste auf. Die Fälschungen verschicken Nachrichten mit angeblichen Anlage-Tipps. «Jetzt wird's creepy», schreibt Ramseier.

Sie bittet ihre Community, die Accounts zu melden. Meta reagiere bisher «N-I-X».
Auch andere SRF-Moderatorinnen betroffen
Ramseier ist nicht die Erste. In den letzten Monaten wurden mehrere SRF-Moderatorinnen kopiert oder für betrügerische Kampagnen missbraucht.
Mona Vetsch warnte vor gefälschten Werbeanzeigen und manipulierten Bildern. Bigna Silberschmidt fand sich plötzlich in einem fingierten Krypto-Inserat wieder. Sandra Boner («Meteo») wurde sogar mehrfach fälschlicherweise für tot erklärt.
Die Masche ist immer ähnlich. Die Betrüger nutzen Promi-Gesichter, um falsche Investitionsangebote zu streuen. Oft sind die Absender im Ausland, was rechtliche Schritte erschwert.
Keine Hilfe von Instagram
Instagram (Meta) reagiert in vielen Fällen kaum. Selbst bei Todesmeldungen oder manipulierten News heisst es oft: «Verstösst nicht gegen unsere Richtlinien.»

Auf Anfrage von Nau.ch schreibt SRF: «Die Mitarbeitenden werden so weit wie möglich unterstützt, unter anderem durch Hilfe bei Einreichung einer Anzeige.» SRF klärt das Publikum mit eigenen Beiträgen über die Betrugsmaschen auf.
SRF hält fest: «Wir nutzen alle Möglichkeiten, die uns die Plattformen bieten, um solche Inhalte so schnell wie möglich entfernen zu lassen.»

Warum die Fakes trotzdem immer wieder auftauchen, könne man nicht beantworten: «Diese Frage muss man den Tech-Konzernen stellen.»
Bettina Ramseier greift durch
Bettina Ramseier nimmt das Problem darum selbst in die Hand. «Gerne melden», schreibt sie zu ihrem neuesten Fake-Fund.

Gerade bei ihr sind solche gefälschten Profile heikel. Wenn von einem Fake-Account Anlage-Tipps verschickt werden, ist das fatal. Ausgerechnet eine Moderatorin, die eine Konsumentensendung präsentiert und für Glaubwürdigkeit steht, kann sich solche Fälschungen nicht leisten.








