Stadt Zürich

Stadt verzichtet auf Übergangswohnsiedlung auf Hardturm-Areal

Nau.ch Lokal
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Zürich,

Als Übergangslösungen für Geflüchtete setzt die Stadt nun auf grössere und längerfristig nutzbare Kollektivunterkünfte.

Abendstimmung auf dem Hardturmsteg in Zürich.
Abendstimmung auf dem Hardturmsteg in Zürich. - Nau.ch / Miriam Danielsson

Wie die Stadt Zürich schreibt, hatte sie Ende 2022 ein Baugesuch für eine auf drei Jahre befristete Übergangswohnsiedlung für rund 320 Geflüchtete auf dem Hardturm-Areal eingereicht.

Obwohl die Baubewilligung inzwischen erteilt wurde, verzichtet die Stadt aufgrund der begrenzten Nutzungsdauer und der hohen Kosten auf die Realisierung des Projekts und gibt anderen Standorten für die Unterbringung Geflüchteter den Vorzug.

Tragfähigere Lösungen gefunden

Ende 2022 reichte die Stadt Zürich ein Baugesuch für eine auf drei Jahre befristete Übergangswohnsiedlung für rund 320 Geflüchtete auf dem Hardturm-Areal ein.

Der Bau dieser Unterkunft wurde jedoch stets nur als letztes Mittel in Betracht gezogen und war eine von mehreren geprüften Optionen zur Schaffung der nötigen Unterbringungskapazitäten.

Obwohl seit Ende 2024 eine gültige Baubewilligung vorliegt, verzichtet die Stadt nun aufgrund der begrenzten Nutzungsdauer und der hohen Investitionskosten auf die Realisierung des Projekts.

Bereits seit 2022 konnten kontinuierlich besser geeignete Alternativen umgesetzt werden, und auch für die kommenden Jahre bis zum Ablauf der Bewilligung zeichnen sich tragfähigere Lösungen ab.

Begrenzte Nutzungsdauer und hohe Kosten

Die Baubewilligung für die temporäre Übergangswohnsiedlung auf dem Hardturm-Areal erlaubt den Betrieb der Unterkunft entweder bis zum Baubeginn des Stadionprojekts oder spätestens bis Ende 2027.

Da bereits die erforderlichen planerischen Vorarbeiten sowie die eigentlichen Bautätigkeiten mehrere Monate in Anspruch nehmen würden, blieben für die tatsächliche Nutzung der Unterkunft voraussichtlich nur eineinhalb Jahre.

Trotz dieser kurzen Betriebsdauer wären die Investitionskosten für die Umsetzung des Bauprojekts erheblich. Nach sorgfältiger Abwägung hat die Stadt darum entschieden, auf die Realisierung der Übergangswohnsiedlung auf dem Hardturm-Areal zu verzichten.

Unterbringungskapazitäten langfristig sichern

Es ist davon auszugehen, dass die Flüchtlingszahlen auch in den kommenden Jahren weiter hoch bleiben. Diese Entwicklung stellt die Stadt Zürich vor grosse Herausforderungen.

Um auch in Zukunft angemessen Unterbringungsmöglichkeiten für geflüchtete Menschen zur Verfügung stellen zu können, setzt die Stadt seit Längerem auf grössere und längerfristig nutzbare Kollektivunterkünfte.

Eine entsprechende Arbeitsgruppe der Stadt identifiziert und prüft dafür fortlaufend mögliche Liegenschaften.

So kann neben dem bisherigen Standort in den ehemaligen Triemli-Personalhäusern per Mitte 2025 eine zweite Struktur an der Schaffhauserstrasse 550 in Betrieb genommen werden. Diese beiden Unterbringungen sichern wichtige Kapazitäten im Flüchtlingsbereich für die nächsten zehn Jahre.

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