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GC Amicitia Zürich feiert zweiten Sieg im zweiten Spiel

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GC Amicitia Zürich gewinnt beim RTV Basel mit 35:29 und feiert den zweiten Sieg im zweiten Saisonspiel. Tim Müller glänzt mit 40 Prozent gehaltenen Bällen.

GC Amicitia Zürich
GC Amicitia Zürich ist der grösste Schweizer Handballverein. Seine Heimspiele trägt er in der Saalsporthalle aus. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Wie GC Amicitia Zürich mitteilt, nimmt das Team auch die erste Auswärtshürde der neuen Saison und kehrt mit zwei Punkten aus Basel zurück. Der Weg zum 35:29-Erfolg im Rankhof war allerdings ein deutlich anderer als beim 39:33 zum Saisonauftakt gegen Handball Stäfa. Während die Hoppers drei Tage zuvor insbesondere in der ersten Halbzeit früh die Kontrolle übernommen hatten, fanden die Zürcher in Basel zunächst nur schwer Zugriff auf die Partie.

Vor allem defensiv funktionierten die Abläufe zu Beginn noch nicht wie gewünscht. Der RTV nutzte die Räume, brachte seinen Kreisläufer gut ins Spiel und kam immer wieder zu guten Abschlüssen. GC Amicitia Zürich musste sich zunächst in die Partie hineinarbeiten und Lösungen gegen die verschiedenen offensiven Varianten der Basler finden.

Cheftrainer Werner Bösch sah entsprechend einen schwierigen Start seiner Mannschaft: «Wir sind in der Deckung nicht stabil gestartet und hatten viele Probleme mit Basel – mit dem Kreisläufer, mit den Würfen und mit verschiedenen Situationen. Danach haben wir uns aber super ins Spiel zurückgekämpft.»

Defensive Anpassungen bringen mehr Stabilität

Mit zunehmender Spieldauer fanden die Zürcher defensiv immer besser in die Partie. Bösch reagierte mit Anpassungen in der Formation, die Abstimmung verbesserte sich und auch im Tor erhielt das Team zunehmend Unterstützung.

Ein wichtiger Punkt dabei: Die GCA-Deckung bekam Spieler wie Aleksander Spende und deren Laufwege immer besser unter Kontrolle. Der gefährliche Basler Rückraum sollte im Vorfeld eine der zentralen Aufgaben für die Zürcher Defensive darstellen.

Nach den anfänglichen Schwierigkeiten gelang es GC zunehmend, die Räume einzuengen und die Basler zu schwierigeren Abschlüssen zu zwingen. Gleichzeitig blieb die Mannschaft offensiv geduldig und liess sich auch von den schwierigen Phasen zu Beginn nicht aus dem Konzept bringen.

Das Resultat war eine ausgeglichene erste Halbzeit. GC Amicitia Zürich kämpfte sich nach einem Vier-Tore-Rückstand zurück, drehte die Dynamik der Partie zunehmend und ging schliesslich mit einer knappen 16:15-Führung in die Pause. Damit war nach 30 Minuten alles offen – gleichzeitig hatte sich das Momentum bereits etwas in Richtung der Zürcher verschoben.

Steigerung nach der Pause

Nach dem Seitenwechsel zeigte sich GC Amicitia deutlich stabiler. Die Deckung arbeitete konsequenter, die Absprachen funktionierten besser und Basel musste für seine Tore zunehmend härter arbeiten. Aus der verbesserten Defensive heraus konnte GC Amicitia Zürich auch seine Stärken im Tempospiel häufiger ausspielen.

Offensiv verteilte sich die Verantwortung auf mehrere Schultern. Immer wieder fanden die Zürcher Lösungen und verhinderten damit, dass Basel die Partie nochmals nachhaltig auf seine Seite ziehen konnte. Besonders positiv war, dass auch die Spieler von der Bank sich nahtlos einfügten und der Mannschaft zusätzliche Energie gaben.

Für Werner Bösch war genau diese Breite ein entscheidender Faktor: «Gut war, dass wir wieder gekämpft haben und über 60 Minuten gelaufen sind. Auch die Männer von der Bank waren bereit, ihren Job zu machen. Sie waren nicht einfach eine Alternative, sondern eine Verstärkung für unsere erste Variante.»

Damit bestätigte sich auch in Basel eine Qualität, die bereits beim Saisonauftakt sichtbar geworden war. Die Zürcher verfügen über verschiedene Optionen und können Verantwortung innerhalb der Mannschaft verteilen.

Sven Ehrig zum Best Player gewählt

Eine wichtige Rolle spielte dabei Sven Ehrig. Der Neuzugang zeigte auch in seinem zweiten Meisterschaftsspiel im GCA-Trikot seine Qualitäten und wurde nach der Partie zum Best Player der Zürcher gewählt.

Der Linkshänder sah insbesondere die Intensität als wichtigen Faktor für den Erfolg: «Es war ein intensives Spiel. Wir haben es häufig verpasst, uns deutlicher abzusetzen, aber ich denke, dass wir eine gute Intensität auf das Spielfeld gebracht haben.»

Auch Ehrig hob die Entwicklung innerhalb der Partie hervor. Gerade defensiv mussten zunächst Anpassungen vornehmen. «Unsere Abwehr hat am Anfang nicht so gut funktioniert. Danach haben wir aber deutlich besser zu unseren Absprachen und zu unserer Abwehr gefunden», so Ehrig weiter.

Diese Entwicklung war letztlich entscheidend. Aus einer zunächst offenen Partie wurde in der zweiten Halbzeit zunehmend ein Spiel, das die Zürcher kontrollieren konnten.

Tim Müller macht das Tor zu

Und als Basel in der Schlussphase nochmals versuchte, Druck aufzubauen, wurde Tim Müller zu einem entscheidenden Faktor. Der GCA-Torhüter steigerte sich gemeinsam mit der Defensive im Verlauf der Partie und war insbesondere in den letzten Minuten kaum noch zu überwinden.

Mit mehreren wichtigen Paraden verhinderte er, dass Basel nochmals entscheidend herankam. Am Ende standen für Müller starke 40 Prozent gehaltene Bälle zu Buche. Gerade in der entscheidenden Phase gab er der Mannschaft damit die nötige Sicherheit.

Während Basel Chancen liegen liess, konnte GC Amicitia Zürich auf der Gegenseite den Vorsprung ausbauen und die Partie endgültig entscheiden. Aus der knappen 16:15-Pausenführung wurde so ein letztlich verdienter und souveräner 35:29-Auswärtssieg.

Als Mannschaft zum zweiten Saisonsieg

Für Werner Bösch überwogen nach dem Spiel deshalb klar die positiven Erkenntnisse. Natürlich gab es auch in Basel Situationen, die es aufzuarbeiten gilt. Gerade zu Beginn kassierte man einige Gegentore über Varianten, auf die man sich vorbereitet hatte.

Nach dem Spiel und nach dem zweiten Erfolg innerhalb von vier Tagen ist für Werner Bösch aber auch klar, dass es nach diesem Sieg das Positive herauszuheben gilt. Und dafür gibt es nach den ersten beiden Spieltagen durchaus Gründe.

Nach dem 39:33 gegen Handball Stäfa folgt ein 35:29-Auswärtssieg beim RTV 1879 Basel. Zwei Spiele, zwei Siege und damit vier Punkte zum Auftakt in die neue Saison.

Noch wichtiger als die reine Punkteausbeute ist dabei die Art und Weise, wie der zweite Erfolg zustande kam. Die Zürcher fanden nach einem schwierigen Beginn Lösungen, steigerten sich innerhalb des Spiels und konnten insbesondere defensiv reagieren. Genau diese Fähigkeit wird für die weitere Entwicklung der jungen Mannschaft von grosser Bedeutung sein.

Jetzt kommt der Vizemeister nach Zürich

Viel Zeit zum Durchatmen bleibt erneut nicht. Bereits am kommenden Mittwoch, 2. September 2026, wartet in der Saalsporthalle der erste grosse Gradmesser der noch jungen Saison. Mit den Kadetten Schaffhausen gastiert der amtierende Vizemeister in Zürich

Für GC Amicitia Zürich bietet sich damit nach dem perfekten Saisonstart die Gelegenheit, sich mit einem der absoluten Spitzenteams der Quickline Handball League zu messen.

Die Aufgabe wird nochmals deutlich schwieriger. Gleichzeitig kann die Mannschaft mit Selbstvertrauen in das Duell gehen. Vier Punkte aus den ersten beiden Spielen sind eingefahren. Die Defensive hat in Basel gezeigt, dass sie sich innerhalb einer Partie steigern und anpassen kann.

Die Spieler von der Bank übernehmen Verantwortung. Und mit Tim Müller hatten die Stadtzürcher in der entscheidenden Phase einen Torhüter zwischen den Pfosten, der den Unterschied machen konnte. Der Saisonstart ist damit geglückt. Jetzt wartet der erste grosse Härtetest.

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