Stadt Zürich

BZO-Totalrevision Stadt Zürich – SVP fordert praktikable Lösungen

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Die SVP Stadt Zürich nimmt zur Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) 2026 Stellung. Ihr Augenmerk liegt auf wirtschaftlich tragbaren Rahmenbedingungen.

Baustelle
Eine Baustelle im Kanton Zürich (Archivbild). - Keystone

Die SVP Stadt Zürich nimmt zur Revision der Bau- und Zonenordnung (BZO) 2026 Stellung. Die BZO ist ein zentrales Instrument der Stadtentwicklung und bestimmt, wie sich Zürich räumlich, wirtschaftlich und gesellschaftlich entwickelt.

Bis 2040 wird in der Wohnregion Zürich ein Wachstum durch Zuwanderung von rund 230'000 Personen erwartet. Dies erhöht den Druck auf den Wohnungsmarkt erheblich.

Die SVP anerkennt den Bedarf an zusätzlichem Wohnraum, fordert jedoch wirtschaftlich tragbare Rahmenbedingungen. Übermässige Auflagen dürfen Bauprojekte nicht verhindern.

Positiv bewertet die SVP die Streichung der Hochhauszonen. Gleichzeitig wird begrüsst, dass weiterhin eine moderate Verdichtung innerhalb des bestehenden Siedlungsgebiets vorgesehen ist. Diese ist sinnvoller als eine Ausdehnung der Bauzonen und kann zusätzlichen Wohnraum schaffen.

Bauinvestitionen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen

Kritisch beurteilt die SVP die sogenannte negative Vorwirkung. Neue Vorschriften können bereits vor ihrer politischen Verabschiedung zur Anwendung kommen, was erhebliche Rechts- und Planungsunsicherheit schafft.

Solche Instrumente sind zurückhaltend einzusetzen. Eigentumsrechte, wirtschaftliche Zumutbarkeit und die Realisierbarkeit von Bauvorhaben müssen gewährleistet bleiben. Der Bund empfiehlt Anreizsysteme und nicht Einschränkungen.

Die vorgesehene Verpflichtung, bis zu 75 Prozent der zusätzlichen Ausnützung für preisgünstigen Wohnraum zu verwenden (bei Arealüberbauungen bis zu 100 Prozent), wird als zu hoch beurteilt.

In Kombination mit bestehenden Mehrwertabschöpfungen droht eine wirtschaftliche Überlastung, die Investitionen hemmt und den Wohnungsbau insgesamt gefährdet. Bauinvestitionen benötigen verlässliche Rahmenbedingungen und eine angemessene Rendite.

Kein «Ballenberg 2.0» in Zürich

Auch die zahlreichen neuen Vorschriften zur Klimaanpassung, etwa Grünflächenziffern, Baumpflichten und ökologische Vorgaben, werden kritisch gesehen.

Diese Ziele sind grundsätzlich berechtigt, dürfen jedoch nicht zu einer faktischen Einschränkung der Bebaubarkeit führen, insbesondere auf kleineren Parzellen. Es braucht verhältnismässige und praktikable Lösungen.

Beim Ortsbildschutz ist Augenmass erforderlich. Der Schutz historischer Strukturen ist wichtig, darf jedoch die notwendige Weiterentwicklung der Stadt nicht blockieren. Zürich muss als bedeutender Wohn- und Wirtschaftsraum weiterhin wachsen und sich anpassen können. Die SVP Zürich will kein «Ballenberg 2.0» in Zürich.

Fazit der SVP: Nur eine ausgewogene BZO kann langfristig Akzeptanz finden

Die SVP unterstützt grundsätzlich die Ziele der Revision: mehr Wohnraum, quartierverträgliche Verdichtung und Schutz des Ortsbildes. Entscheidend ist jedoch eine Umsetzung, die rechtssicher, verhältnismässig und wirtschaftlich tragbar ist.

Die Vielzahl neuer Vorschriften birgt das Risiko einer Überregulierung. Werden Bauprojekte verzögert, verteuert oder verhindert, wird das Ziel der Wohnraumschaffung unterlaufen. Besonders kritisch sind die negative Vorwirkung, hohe Quoten für preisgünstigen Wohnraum sowie zusätzliche Abschöpfungen.

Die SVP fordert daher bei der Überarbeitung den Fokus auf Praktikabilität, Transparenz und wirtschaftliche Umsetzbarkeit. Die Mitwirkung der Bevölkerung muss echte Einflussmöglichkeiten bieten und auch von der Verwaltung aufgenommen werden.

Nur eine ausgewogene BZO kann langfristig Akzeptanz finden und ihre Wirkung entfalten. Private Initiative, Eigentumsrechte und unternehmerische Freiheit bleiben zentrale Voraussetzungen für eine erfolgreiche Stadtentwicklung.

Forderungen

Die SVP fordert die Wahrung von Eigentumsrechten und wirtschaftlicher Tragbarkeit sowie verhältnismässige und umsetzbare Vorschriften. Dazu eine echte Mitwirkung der Bevölkerung und schliesslich eine realistische Planung zur Förderung von Wohnraum und Verdichtung.

Die SVP wird sich weiterhin für eine BZO einsetzen, die Entwicklung ermöglicht, ohne Bauherrschaften und Eigentümer übermässig zu belasten, und auch Wohnraum für alle Schichten ermöglicht.

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