Winterthur ZH: Bevölkerung soll kühle Orte melden

Die Stadt Winterthur ZH erarbeitet einen Hitzeaktionsplan. Seit dem 13. August 2026 kann die Bevölkerung Vorschläge für eine «Karte der kühlen Orte» einreichen.

Aufgrund der Klimaveränderung treten Hitzeperioden immer häufiger auf. Das ist diesen Sommer besonders spürbar. Extreme Hitze belastet die Gesundheit.
Um die Bevölkerung künftig besser vor Hitze zu schützen, entwickelt die Stadt seit vergangenem Herbst einen Hitzeaktionsplan. Im Rahmen eines Pilotprojekts ist die Bevölkerung nun eingeladen, sich an der Entwicklung einer «Karte der kühlen Orte» zu beteiligen.
Bereits heute zählt der Sommer 2026 zu den heissesten seit Messbeginn. Hitze kann insbesondere für ältere Menschen, Kleinkinder und Personen mit Vorerkrankungen ein ernsthaftes Gesundheitsrisiko darstellen.
Hitze wird zu einer immer grösseren Herausforderung
Aufgrund der Klimaveränderung werden Hitzewellen häufiger und intensiver. Die steigenden Temperaturen stellen Städte vor neue Herausforderungen und machen Anpassungsmassnahmen notwendig. Ziel ist es, die Bevölkerung besser vor den gesundheitlichen Folgen zu schützen.
Die Stadt Winterthur erarbeitet deshalb aktuell einen Hitzeaktionsplan. Dieser ergänzt die baulichen Massnahmen wie beispielsweise Begrünung, Entsiegelung und Regenwasserbewirtschaftung. Der Hitzeaktionsplan soll die Stadt besser gegen Hitzeereignisse wappnen und vulnerable Bevölkerungsgruppen schützen.
Das Projekt wird unterstützt durch das Förderprogramm Adapt+ des Bundes.
Pilotprojekte testen Massnahmen
Diesen Sommer testet die Stadt im Rahmen von Pilotprojekten erste Massnahmen wie etwa Schutzräume als temporäre Kühlzentren für die Bevölkerung oder eine Informationsbroschüre für Kindertagesstätten.
Ein weiteres Pilotprojekt ist die «Karte der kühlen Orte» in Winterthur. Dafür möchte die Stadt das Wissen der Bevölkerung einbeziehen: Winterthurerinnen und Winterthurer können ihre persönlichen Vorschläge für öffentlich zugängliche kühle Orte melden. So soll eine möglichst umfassende Karte entstehen.
Die Stadt dankt der Bevölkerung für die Mithilfe und bittet sie, die Schutzmassnahmen zu beachten.
So schützen Sie sich vor der Hitze
Die Stadt Winterthur ruft die Bevölkerung dazu auf, sich selbst und gefährdete Menschen im eigenen Umfeld vor der Hitze zu schützen:
Ausreichend trinken (empfohlen sind mind. 1,5 Liter Wasser täglich für Erwachsene), Alkohol und gesüsste Getränke meiden Körperliche Anstrengung zu heissen Tageszeiten vermeiden, Schatten aufsuchen Körper regelmässig kühlen (zum Beispiel Duschen, feuchte Tücher, Ventilator)
Leichte, luftige Kleidung tragen
Räume tagsüber kühl halten (Fenster und Storen schliessen), nachts und frühmorgens lüften Leichte, salzhaltige und kühlende Mahlzeiten bevorzugen Risikopersonen im eigenen Umfeld umsorgen Warnzeichen ernst nehmen Symptome wie Schwindel, Kopfschmerzen, Übelkeit, Verwirrtheit, trockener Mund, Schwäche oder ein erhöhter Puls können auf eine hitzebedingte Gesundheitsgefährdung hinweisen.
In diesem Fall sollte die betroffene Person umgehend an einen kühlen Ort gebracht, gekühlt und – sofern möglich – zum Trinken von Wasser angehalten werden. Verbessert sich der Zustand nicht rasch oder verschlechtert er sich, sollte unverzüglich die Hausarztpraxis, das Aerztefon oder der Sanitätsnotruf 144 kontaktiert werden.
Link zum Einreichen von Vorschlägen: https://kooperation.winterthur.ch/processes/hitzeaktionsplan/f/913/proposals





