Städtischer Krisenstab wird neu organisiert

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Winterthur modernisiert den Krisenstab: Die neue modulare Organisation soll flexibler auf Krisen wie Hochwasser, Stromausfall oder Pandemien reagieren.

Winterthur
Der Bahnhofsplatz der Stadt Winterthur. (Symbolbild) - Nau.ch / Simone Imhof

Wie die Stadt Winterthur berichtet, sind Krisen heute immer häufiger multipel und betreffen mehrere Bereiche. Die Corona-Pandemie etwa hat das Gesundheits- und Bildungssystem, die Wirtschaft und das soziale Leben vor grosse Herausforderungen gestellt.

Der städtische Krisenstab passt sich diesen Umständen künftig an. Der Stadtrat hat eine Neuausrichtung in eine flexible, agile und modular anpassbare Krisenführungsorganisation beschlossen.

In Krisenlagen hat der Stadtführungsstab Winterthur (SFW) bisher die städtische Führung koordiniert und dafür gesorgt, dass der Stadtrat schnell und weitsichtig entscheiden kann. Die Aufgaben und Kompetenzen des SFW sind in einer Verordnung geregelt und waren bisher je nach Lage unterschiedlich.

Die Verordnung unterschied zwischen Normallage, besonderer und ausserordentlicher Lage. Diese Unterscheidung war lange Standard und wurde auch vom Bund so angewendet. Die jüngsten Erfahrungen zeigten aber, dass diese Unterscheidung kaum einen Mehrwert bietet und gleichzeitig die Krisenführung behindern kann.

Neue Bezeichnung «Städtische Krisenführungsorganisation»

Die städtische Krisenorganisation wurde darum grundlegend überarbeitet. Sie orientiert sich an den Krisenführungsorganisationen der Stadt und des Kantons Zürich und heisst neu «Städtische Krisenführungsorganisation Winterthur» (SFO).

Die Leitung der SFO hat wie bisher der Kommandant der Stadtpolizei inne. Der Kommandant von Schutz & Intervention Winterthur (SIW) ist sein Stabschef und der stellvertretende Leiter SFO.

Die Fachstelle SFW bei SIW wird aufgehoben und deren Aufgaben der Stadtpolizei übertragen. Damit können Synergiegewinne realisiert werden. Das Lagezentrum der Stadtpolizei verfolgt täglich die Lage und stellt künftig den Informationsfluss innerhalb der Verwaltung sicher.

Modulare Krisenorganisation für gezielte Einsätze

Ist nur ein Bereich von einer Krise betroffen, wird diese so lange wie möglich in diesem Bereich geführt. Die SFO wird nur einberufen, wenn mehrere Bereiche betroffen sind, bzw. wenn sich aufgrund der Bedrohungs- oder Schadenslage eine gesamtstädtische Koordination aufdrängt.

Dann wird der Kernstab der SFO jeweils um einen ereignisspezifischen Fachstab erweitert. Die SFO erhält so eine agile, modulare Organisation und kann flexibler und rascher auf Krisen reagieren.

Krisenkonzepte zu Stromausfall, Hochwasser oder Flugzeugabsturz

Als zentrale Arbeitsinstrumente zur Bewältigung von Ereignissen werden ereignisspezifische Krisenkonzepte erstellt. Die SFO plant derzeit 18 Krisenkonzepte zu führen. Sie betreffen Ereignisse wie Pandemie, Erdbeben, Atomkraftwerk-Unfall, Stromausfall, Hochwasser oder Flugzeugabsturz.

Die Konzepte sind praxisorientiert aufgebaut und umfassen die wichtigsten Angaben. Dazu gehören unter anderem Organisation, Lagebeschreibung, wahrscheinlichste Lageentwicklung und Referenz-Szenarien.

Zu Vorbereitungs- und Ausbildungszwecken wird die SFO jährlich eine ereignisspezifische Übung durchführen. Je nach Übungsereignis werden nebst dem Kernstab fachspezifische Mitglieder an der Übung teilnehmen.

Verordnungen treten am 1. Juni 2026 in Kraft

Der Stadtrat hat die «Totalrevision der Verordnung über die Organisation des Stadtführungsstabes Winterthur (VOSFW)» sowie daraus folgend die Anpassung der «Verordnung über die Organisation und die Aufgaben der Stadtverwaltung (OVS)» beschlossen. Sie werden am 7. April 2026 amtlich publiziert und sollen am 1. Juni 2026 in Kraft treten.

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