FC Winterthur empfängt Neuchâtel Xamax

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Der FC Winterthur empfängt am Freitag, 4. September 2026, Neuchâtel Xamax. Nach dem 2:2 in Nyon will der FCW mit einem Sieg wieder zur Spitze aufschliessen.

FC Winterthur
Der FC Winterthur ist ein Fussballclub aus Winterthur im Kanton Zürich. Die Winterthurer tragen ihre Heimspiele im Stadion Schützenwiese aus. - Keystone/ Grafik Nau.ch

Wie der FC Winterthur berichtet, steht am Freitag, 4. September 2026, auf der «Schützi» das Flutlichtspiel gegen den Traditionsverein Neuchâtel Xamax an. Die Affiche verspricht eine tolle Stimmung und ein spannendes Duell auf Augenhöhe. Beide Mannschaften wollen unbedingt punkten, um sich in der Spitzengruppe festzubeissen. Vorwärts Winterthur, es gibt noch Tickets für dieses packende Verfolgerduell.

Vorwärts, rückwärts, man kann es lesen wie man will: Xamax bleibt Xamax. Welch aussergewöhnlicher Name für einen Fussballklub, und – zumindest für die älteren Fans – welch klingender Name in der Schweizer Fussballhistorie. Aber der Reihe nach: Gegründet wurde der Verein 1916 als FC Xamax. Das sogenannte Wortpalindrom leitet sich aus dem Vor- und Spitznamen des Mitgründers Max «Xam» Abegglen ab.

Mit dieser genialen Eingebung erschufen die Neuenburger nicht nur einen markanten Vereinsnamen, sie ehrten auch noch ihren bekanntesten Nationalspieler, der bis in die 1930er-Jahre zu den absoluten Top-Spielern Europas gehörte. Den grössten sportlichen Erfolg erlebte der Klub in den 80ern, als er zweimal Meister wurde und unter Trainer Gilbert Gress und Spielern wie Uli Stielike und Heinz Hermann zweimal die Europacup-Viertelfinals erreichte. Ekstatischer Höhepunkt war der 2:0-Heimsieg gegen Real Madrid.

Doch wie meist bei kleineren und mittleren Klubs: Der Erfolg hielt nicht ewig. Das Leben am Limit zollte Tribut, das Geld wurde trotz der generösen Unterstützung des langjährigen Präsidenten, Bauunternehmers und Patriarchen Gilbert Facchinetti immer knapper. 2006 folgte der Abstieg nach 33 Jahren Super League. Zwar gelang 2007 mit Akteuren wie Goalie Pascal Zuberbühler der sofortige Wiederaufstieg, doch das Aufbäumen war von kurzer Dauer: 2012, während des dubios-desaströsen Engagements aus Tschetschenien, folgte der Lizenzentzug durch die SFL und darauf der Konkurs.

Winterthur will gegen Xamax zurück auf die Siegerstrasse

Mit seiner bewegten Geschichte ist Xamax auch ein Mahnmal für eine aus dem Ruder geratene Entwicklung im Fussball, die sich zu Beginn des Jahrtausends mit Pleiten, Zwangsabstiegen und unehrenhaften Übernahmen von Traditionsklubs wie Lugano (2002), Lausanne (2002), Sion (2003), Wil (2003-04, 2015-17), Servette (2004, 2015), Yverdon (2006), Bellinzona (2013), Biel (2016), Locarno (2018) manifestierte.

Nach dem Neustart in der 2. Liga interregional und der Ausgliederung der Nachwuchsabteilung in eine Stiftung fusionierte Xamax mit dem lokalen Erstliga-Spitzenklub FC Serrières. Drum das Kürzel FCS im aktuellen Vereinsnamen.

Eben dieses Neuchâtel Xamax FCS ist am 4. September 2026 auf der Schützenwiese zu Gast. Mit einem grossen Rucksack an Vereinshistorie, Erwartungen – und mittlerweile auch wieder Ambitionen. Cheftrainer ist seit dieser Saison mit Bruno Berner ein alter Bekannter. Der FCW will sich nach dem missglückten Auftritt beim Tabellenletzten Nyon (2:2) mit einer guten Leistung zurückmelden und mit einem Sieg den Anschluss an die Spitze sicher stellen.

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