Bibliotheken übernehmen schrittweise den Spielverleih

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Winterthur Stadt,

Die Stadt Winterthur integriert die Ludotheken in das Bibliotheksnetz. Damit wird das Angebot ab 2028 barrierefrei und mit längeren Öffnungszeiten zugänglich.

Monopoly
Das beliebte Gesellschaftsspiel Monopoly. (Symbolbild) - Keystone

Wie die Stadt Winterthur berichtet, hat der Stadtrat entschieden, das Angebot der Ludotheken schrittweise in die Winterthurer Bibliotheken zu integrieren. Ziel ist ein besser zugängliches, modernes und finanziell tragbares Angebot für alle Quartiere. Damit beantwortet der Stadtrat das im Juli 2025 eingereichte Postulat und die Petition zur Rettung und Weiterentwicklung der Ludotheken.

Die drei Winterthurer Ludotheken Altstadt, Oberwinterthur und Seen leisten seit über 40 Jahren einen wertvollen Beitrag zum sozialen Zusammenhalt, zur informellen Bildung und zur Lebensqualität in den Quartieren. Getragen werden die Angebote vom Engagement freiwilliger Mitarbeiterinnen. Zuletzt stiessen die Trägervereine jedoch an ihre Grenzen: Die Suche nach Nachfolgern gestaltete sich zunehmend schwieriger, der Weiterbetrieb der Ludotheken war akut gefährdet.

Auch finanziell gerieten sie unter Druck. Da ihr klassisches Verleihgeschäft die neuen Förderkriterien der Sozialen Stadtentwicklung nicht mehr erfüllt, kürzte die Stadt die Unterstützungsgelder. Daraufhin erfolgte eine Petition zur Rettung und Weiterentwicklung der Ludotheken und ein Postulat seitens des Stadtparlaments.

Integration des Spielverleihs in die Winterthurer Bibliotheken

Vor diesem Hintergrund machte sich das Amt für Stadtentwicklung daran, gemeinsam mit verschiedenen Beteiligten nach einer Lösung für das Angebot zu suchen. In einem breit abgestützten, partizipativen Prozess mit den Ludotheken, Quartiervereinen, privaten Anbietenden und städtischen Stellen wurden verschiedene Optionen entwickelt und geprüft

Als beste und nachhaltigste Lösung hat sich dabei die Integration des Spielverleihs in die Winterthurer Bibliotheken erwiesen. Der Stadtrat hat deshalb beschlossen, diese Variante umzusetzen.

Die neue Lösung bringt mehrere Vorteile: Der Spielverleih wird in der ganzen Stadt verfügbar, da alle Quartiere vom Bibliotheksnetz profitieren. Die Winterthurer Bibliotheken sind zentral gelegen, meist barrierefrei und haben längere Öffnungszeiten.

Zudem können bestehende Räume und Strukturen besser genutzt werden. Daneben ergänzen Spielen und Spielverleih die Entwicklung der Bibliotheken als Orte für Lernen und Begegnung ideal. Gleichzeitig wird das gemeinsame Spielen vor Ort gestärkt und fördert den Austausch zwischen den Generationen.

Schrittweise Umsetzung des Konzepts

Die Umsetzung erfolgt per Januar 2028 und wird von einem städtischen Projektteam geleitet. Die drei Ludotheken begrüssen diese Lösung und sind in den Prozess einbezogen.

Zur Finanzierung wird der bestehende Unterstützungsbeitrag von 130’000 Franken innerhalb der Stadt vom Amt für Stadtentwicklung zu den Winterthurer Bibliotheken verschoben. Diese planen zusätzliche Einnahmen von rund 50’000 Franken durch moderate Gebühren, die sich am heutigen Preisniveau orientieren. Ziel ist eine kostenneutrale Umsetzung für den städtischen Haushalt.

Der Stadtrat ist überzeugt, dass mit dieser Lösung ein zukunftsfähiges, lebendiges und für alle zugängliches Spielangebot in Winterthur entsteht.

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