Postfiliale bietet Hilfe beim Lesen und Rechnen

Nau.ch Lokal
Nau.ch Lokal

Wetzikon,

In Wetzikon testet die Post ein neues kostenloses Beratungsangebot für Kunden mit Schwierigkeiten beim Lesen, Rechnen oder im Umgang mit digitalen Medien.

Bus Richtung Wetzikon Bahnhof (ZH).
Bus Richtung Wetzikon Bahnhof (ZH). - Nau.ch / Simone Imhof

Gemeinsam mit den Kantonen Zürich und Luzern testet die Post in ausgewählten Filialen ein neues Beratungsangebot für Menschen, die Mühe beim Lesen, Rechnen oder im Umgang mit digitalen Medien haben, berichtet die Stadt Wetzikon.

Die rund zehnminütigen Gespräche sind kostenlos und sollen den Zugang zu bestehenden kantonalen Angeboten erleichtern. Der Testbetrieb dauert bis Ende Jahr und wird an 20 Standorten angeboten, darunter auch in Wetzikon.

Gemäss dem Bundesamt für Statistik haben rund 844 000 Erwachsene in der Schweiz Schwierigkeiten beim Lesen, Rechnen oder Problemlösen. In den Kantonen Zürich und Luzern gibt es bereits Angebote wie die «Lernstuben» oder «LernLounges», die Unterstützung bieten. Die Post ergänzt diese Angebote, da sie für viele Menschen ein vertrauter Ort ist und mit ihrem flächendeckenden Filialnetz überall präsent ist.

Individuelle Unterstützung

Im Rahmen des Pilotprojekts prüfen die Post und die Kantone, wie der Zugang zu bestehenden kantonalen Angeboten einfacher gestaltet werden kann. Die Mitarbeitenden unterstützen Kundinnen und Kunden beispielsweise dabei, persönliche Formulare auszufüllen, Dokumente zu verstehen oder Apps zu installieren.

Dabei achten sie auf Diskretion, sodass persönliche Anliegen vertraulich bleiben. Für die Beratungen wurden die Post-Mitarbeitenden durch Fachspezialistinnen und Fachspezialisten der Kantone sowie des Schweizer Dachverbands Lesen und Schreiben geschult.

Postfilialen als zentrale Anlaufstellen

Durch dieses Angebot werden die Postfilialen zu regionalen Dienstleistungszentren, die analoge und digitale Unterstützung aus einer Hand bieten.

Auch ausserhalb des Pilotprojekts hilft die Post Kundinnen und Kunden bei der Installation von Apps, bei Twint- oder Behördenlogins oder beim Ausfüllen von Formularen – je nach Aufwand für einen Preis zwischen 5 und 35 Franken.

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